Jetzt "Jura-Leitung"


Die Bürgermeister trafen sich in Postbauer-Heng
Foto: Kratzer
NEUMARKT. Der nicht unumstrittene Ersatzneubau der vorhandenen 220kV-Leitung quer durch den Landkreis wurde umbenannt und heißt nun "Jura-Leitung".

Die mit den Planungen zu einer Höchstspannungsleitung Süd-Ost in die Schlagzeilen und die Kritik vieler Kommunalpolitiker (wir berichteten vielfach) geratene Firma Tennet befinde sich derzeit am Anfang der Planungsarbeiten, hieß es bei einer Bürgermeister-Besprechung mit dem Unternehmen.


Projektleiter Planung und Genehmigung Reinhard Hüttner erläuterte mit Kartenmaterial entlang der Bestandstrasse die planerischen Grundsätze, die bei einer Trassenfindung zu berücksichtigen seien. die Bürgermeister aus Postbauer-Heng, Burgthann, Altdorf, Winkelhaid, Berngau, Mühlhausen, Berching und Bürgermeisterin Carolin Braun aus Dietfurt hatten sich zu dem weiterem Abstimmungs- und Planungsgespräch im Rathaus von Postbauer-Heng getroffen.

Die betroffenen Städte und Gemeinden seien seit Bekanntwerden der Neubauplanungen in ständigem Kontakt mit den Verantwortlichen der Tennet und der weiterführenden Behörden, hieß es. Als ihren bisher größten Erfolg sehen die Bürgermeister die Verankerung der Abstandsgrenzen zur Wohnbebauung, die im Landesentwicklungsplan als Grundsatz fixiert wurde. "Grundsatz" bedeutet hier im Gegensatz zur "Festlegung als Ziel", dass flexible Lösungen je nach örtlicher Gegebenheit möglich seien. Damit hab man das Ziel vor Augen, die Trasse des Ersatzneubaus aus den Wohngebietenheraus zu halten - weit genug weg von den Menschen und ihren Häusern.

Bei der Besprechung wurden vor allem auch die kommunalen Entwicklungen bei Bau– oder Gewerbegebieten eingebracht, soweit diese aktuell schon feststehen oder in mittelfristigen Planungen sind. Eine neue Trasse zu finden, da wo sie nötig wird, sei aufgrund der Raumwiderstände nicht einfach, so Reinhard Hüttner, aber genau deswegen wolle man vor Ort mit den Verantwortlichen aus den Gemeinden nach geeigneten Lösungen suchen.

Die Bürgermeister legen den Schwerpunkt dabei nach eigenen Angaben "auf das Schutzgut Mensch". Alle weiteren Belange, wie zum Beispiel Naturschutzgebiete, seien aus Sicht der Bürgermeister bei der Abwägung der Schutzgüter "zunächst untergeordnet" zu betrachten.

Eingehend besprochen wurde auch das Thema Bündelungsgebot, also nach Möglichkeit da hin zu gehen, wo schon Trassen von Bestandinfrastrukturen zum Bespiel Leitungen des Bayernwerks sind.   Bürgermeister Horst Kratzer, der diese Besprechung koordinierte, bezeichnete den "sehr transparenten Dialog" mit Tennet als "positiv". Der Zeitplan sehe die Einreichung der Unterlagen zum Raumordnungsverfahren bis Ende 2019, das Planfeststellungsverfahren von 2020 bis 2023, den Bau der neuen Leitung von 2024 bis 2026 und die Inbetriebnahme der neuen Leitung im Dezember 2026 vor.

Die Firma Tennet versprach während des Planungsprozesses eine "kontinuierliche Beteiligung" am Planungsprozess von Gemeindevertretern und interessierten Bürgern sowie eine "laufende Information" über den aktuellen Stand der Planung.
17.07.18
Neumarkt: Jetzt "Jura-Leitung"
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