Schwarzenfeld. Bisher unbekannte Täter sprengten am frühen
Montagmorgen einen Geldautomaten in Schwarzenfeld im
Landkreis Schwandorf.
Eine Zeugin wurde am Montag um 4.15 Uhr durch einen lauten Knall auf die
Sprengung aufmerksam. Sie beobachtete, dass drei Männer von einem
Bankgebäude in der Neuen Amberger Straße wegliefen und mit einem dunklen
SUV in unbekannte Richtung flüchteten.
Den Tätern ist es durch die Sprengung nicht gelungen, Bargeld zu entwenden. Der
Sachschaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.
Die Experten des Waffen- und Sprengstoffsachgebiets des Bayerischen
Landeskriminalamts (LKA) haben unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft
Amberg die Ermittlungen übernommen. Sie gehen davon aus, dass ein
explosionsgefährlicher Stoff zur Sprengung verwendet wurde. Genauere
Untersuchungen dazu werden in den kommenden Tagen im Kriminaltechnischen
Institut des LKA in München durchgeführt.
Burglengenfeld. Nach einer Misshandlung einer ehemaligen Mitbewohnerin am Donnerstag wurden bei dem Schläger Betäubungsmittel gefunden. Gegen ihn erging ein Haftbefehl.
Im Laufe des Tages beschäftigten die Beteiligten die Polizei bereits früh am Morgen, nachdem der 55jährige Mann aus Burglengenfeld den 42jährigen Bekannten seiner ehemaligen Mitbewohnerin beschuldigte, seine Wohnungstüre und sein Fahrzeug beschädigt zu haben.
Als die 35 Jahre alte Frau am Nachmittag ihre Sachen aus der Wohnung ihres früheren Gastgebers holen wollte, habe dieser nach Angaben der Geschädigten die Wohnungstüre versperrt und die Frau mehrfach geschlagen. Letztlich habe der Angreifer auf Aufforderung seines Opfers die Türe geöffnet und von der Frau abgelassen.
Die Burglengenfelderin wurde durch die Tätlichkeiten nicht unerheblich verletzt und musste zunächst in einem Krankenhaus versorgt werden. Bei den polizeilichen Maßnahmen entstand der Verdacht, dass der Mann in seiner Wohnung über Betäubungsmittel und Waffen verfügt.
Die anschließende Durchsuchung am Tatort bestätigte dies. Über 200 Gramm Betäubungsmittel, darunter Marihuana, Haschisch und Metamphetamine wurden neben einer Luftdruckpistole sowie einer Schreckschusspistole sichergestellt.
Der bereits einschlägig in Erscheinung getretene Mann wurde festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Amberg dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl.
Regensburg. Allein in der letzten Woche wurden im Bereich der Oberpfalz gleich drei Diebstähle durch Trockdiebe bekannt.
Ein etwa 30jähriger Mann betrat ein Bekleidungsgeschäft am Oberen Markt in Weiden. Er ließ sich verschiedene Artikel zeigen und interessierte sich insbesondere für die vor dem Laden ausgestellten Handtaschen und ließ sich dort intensiv beraten. Etwas später bemerkte die Verkäuferin einen weiteren Mann, der auf Ansprache nach einem nicht geführten Artikel fragte. Nachdem die beiden Männer sich längst entfernt hatten, bemerkte die Verkäuferin bei einem späteren Verkauf, dass aus der Kasse ein mittlerer dreistelliger Betrag fehlte.
Ähnlich erging es der Angestellten eines Geschäfts in der Schwaigerstraße in Schwandorf. Auch hier gelangten Unbekannte an einen mittleren dreistelligen Eurobetrag aus der Kasse.
Zu guter Letzt wurde in Burglengenfeld eine Betreiberin eines Cafes mit einer Floristikabteilung um einen niedrigen vierstelligen Geldbetrag erleichtert, nachdem auch sie von einem Unbekannten in ein längeres Beratungsgespräch verwickelt wurde. Ob die drei Taten in Zusammenhang stehen, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
Die Polizei warnt vor den Langfingern, die ganz offensichtlich Ladengeschäfte auswählen, in denen sich in der Regel nur eine Verkaufskraft befindet. Registrierkassen sollten immer fest angebracht sein und auch bei kurzer Abwesenheit stets manuell verriegelt werden.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Personen sich allzu auffällig für einen bestimmten Gegenstand interessieren und teils überflüssige Fragen zu dem Artikel stellen.
Außerdem wird auch vor dem Geldwechseltrick gewarnt. Die Täter bitten um das Wechseln eines großen in viele kleine Banknoten und verwirren die Kassenkraft durch das Gespräch und mehrfache Änderung des Wunsches auf die Stückelung, bis schließlich zu viel Wechselgeld herausgegeben wird.
Nicht selten verschwinden in solchen Wechseltricks auch Geldscheine. Dabei gehen die Täter geschickt und mit flinken Fingern vor, so dass selbst bei Aufzeichnungen durch eine Videoüberwachung die Tat selbst nur bei Wiedergabe im Zeitlupentempo erkennbar ist.
Neutraubling. Die Nacht auf Dienstag nutzten Unbekannte, um in ein Motorradgeschäft in Neutraubling einzubrechen und am Ende sechs Motorräder und einen Kleintransporter zu entwenden.
Die Diebe drangen gewaltsam in die Verkaufsräume in der Geretsrieder Straße ein und bedienten sich an den ausgestellten Bikes. Schließlicht wurde auch noch ein Kleintransporter Opel Movano vom Betriebsgelände gestohlen, vermutlich um die motorisierten Zweiräder abzutransportieren.
Nach bisherigem Stand der Ermittlungen erbeuteten die Langfinger so Fahrzeuge im Wert eines niedrigen sechsstelligen Eurobetrags.
Hinweise an die Kripo Regensburg unter Telefon 0941/506-2888.