Meldungen aus der Oberpfalz

Überfall am Parkplatz

Stephansposching, Lkrs. Deggendorf. Am Freitag gegen 15.45 Uhr legte ein 64 jähriger Kaufmann, unterwegs mit einem VW-Kombi, auf dem Autobahnparkplatz eine Pause ein. Plötzlich hielt hinter seinem Fahrzeug ein grau-blauer Toyota mit polnischer Zulassung. Die beiden Insassen des Toyota, offensichtlich Ausländer, bedrohten den Kaufmann.Der Beifahrer aus dem Toyota zückte ein Messer, drückte es dem Kaufmann gegen den Bauch und forderte Bargeld.
Der Überfallene händigte seine gesamte Barschaft inHöhe von 680 Euro aus. Durch den Druck mit dem Messer erlitt der Kaufmann eine leichte Stichwunde unter dem rechten Rippenbogen.
Die beiden Räuber flüchteten mit dem Toyota in unbekannte Richtung. Möglicherweise verließen sie die Autobahn an der BAB-Ausfahrt Plattling-Nord und fuhren anschließend wieder auf die A 92 ein und in Richtung München weiter. Der Überfallene konnte erst eine halbe Stunde später die Polizei verständigen. Die Fahndung nach den Räubern verlief bislang negativ.
Beschreibung der Täter:
1. Täter: männl., ca. 20 bis 22 Jahre alt, 175 cm groß, schwarze Haare, trug blauen Trainingsanzug, sprach deutsch mit leichtem Akzent, Fahrer
2. Täter: männl., ca. 25 bis 30 Jahre alt, 180 cm groß, Vollbart, schwarze, schulterlange Haare, ungepflegte Erscheinung, trug blauen Trainingsanzug, sprach gebrochen deutsch, bedrohte Geschädigten mit Messer, Beifahrer
Fahrzeug: grau-blauer Toyota, Typ unbekannt, älteres Modell seitlich und hinten stark mit Erde verschmutzt, (möglicherweise Fahrzeug von Erntehelfern) viertürig mit großer Heckklappe, mögliches Kennz. ZRK 148 (nicht gesichert), Zulassungen mit Anfangsbuchstaben "Z" stammen aus dem poln. Staatsgebiet (Pommern)
Hinweise bitte an die Kriminalpolizei Straubing (Tel.: 09421/8680) , 20.05.2005
20.05.05
neumarktonline: Überfall am Parkplatz

Gülle im Regen

Nittenau, Landkreis Schwandorf. Aus einer Biogasanlage im Ortsteil Oberhof sind am Freitagfrüh, gegen 5.30 Uhr, zwischen 50 und 100 Kubikmeter Gülle ausgetreten. Teile dürften vermutlich auch den Regen über einen Zulauf erreicht haben. Ein Fischsterben konnte bislang verhindert werden bzw. wurde noch nicht festgestellt.
Ob das Unglück noch ein größeres Ausmaß nach sich zieht, bleibt zunächst noch offen. Offensichtlich wurde durch einen Schaltfehler des Betreibers, eines 48-jährigen Landwirts, die Gülle zum Überschwappen gebracht. Zunächst lief die Gülle über ein großes Feld, wo sie zum größten Teil eingesickert ist. Durch das rechtzeitige Eingreifen der Feuerwehr gelang es durch den Aufbau einer Sperre die weitere Ausbreitung zu verhindern. Auch ein Einlaufen in den etwa 500 m entfernten Kleberweiher gelang es zu verhindern.
Die Fachbehörden des Landratsamtes und des Wasserwirtschaftsamtes waren an der Unglückstelle. Unter der Leitung des Kommandanten Kuprat von der FFW Nittenau wurden die Straße von der Gülle gereinigt und eine sogenannte Schmutzsperre errichtet. Allerdings konnte nicht verhindert werden, dass über einen Straßengraben und eine Verrohrung in der Wolkersdorfer Straße auch Gülle in den Regen beim Volksfestplatz gelangt ist. Zumindest konnte im Nebenarm des Regen stark eingetrübtes Wasser, das aufgrund der Geruchentwicklung mit Gülle verunreinigt war, festgestellt werden.
Durch Angestellte des Wasserwirtschaftsamtes und die Polizei wurden mehrmals Wasserproben an den kontaminierten Stellen gezogen. Die Wasserproben werden vorrangig untersucht, um feststellen zu können, ob das ökologische Gleichgewicht des Regens durch die Einleitung in Gefahr geraten könnte.
Als weitere begleitende Maßnahme wurde durch das Wasserwirtschaftsamt die Spülung des Kühgasbaches angeordnet und durchgeführt. An einem künstlich errichteten Wehr wurde das Spülwasser dann durch den Betreiber der Biogasanlage mit Jauchefässern aufgezogen und landwirtschaftlich aufgebracht. Dies kann bedenkenlos geschehen, da es sich um organische Flüssigkeiten handelt.
Die sachbearbeitenden Beamten der Polizeistation Nittenau sind derzeit noch am Unglücksort. Außerdem werden weitere Wasserproben gezogen, um ein genaues Schadensbild zu bekommen.
20.05.05
neumarktonline: Gülle im Regen

Tier-Transporter gestoppt: 97 Schweine tot (Foto)

Passau. Bei der Kontrolle eines Tiertransporters fanden Polizisten am Mittwoch 97 elend verendete Mastschweine auf der Ladefläche !
Gegen 05.30 Uhr wurde die Verkehrspolizeiinspektion Passau von Mitarbeitern der dortigen Rastanlage verständigt, dass auf dem Parkgelände ein Tiertransporter mit lebendigen Schweinen steht, deren Tiere laut quieken und lärmen.
Bei der sofortigen Überprüfung des Tiertransporters stellten die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Passau fest, dass auf dem Tiertransporter mit dänischer Zulassung laut Gesundheitszeugnisse der dänischen Verladestelle insgesamt 639 Mastläufer aufgeladen sind. Die beiden Fahrer, zwei polnische Staatsangehörige im Alter von 34 und 42 Jahren, gaben an, den beladenen Sattelzug am 17.Mai um 12 Uhr in Prasto/Dänemark übernommen zu haben. Anschließend sind die beiden mit den Tieren von Dänemark über Puttgarden – Berlin – Regensburg zur Rastanlage Donautal-West ohne Pause durchgefahren und hier am 18.Mai um 02.30 Uhr eingetroffen.
Von den Beamten wurde das Veterinäramt des Landratsamtes Passau zur Kontrolle hinzugezogen. Bei der Wiegung des Tiertransporters in Pfenningbach stellten die Beamten fest, dass das zulässige Gesamtgewicht des Tiertransporters insgesamt 45 Tonnen betrug und somit um 5.280 kg überschritten war. Entsprechend dem zulässigen Gesamtgewicht waren rund 130 Schweine zuviel auf dem Transporter aufgeladen. Aus Gründen des Tierschutzes wurde der Tiertransporter durch Polizei und Veterinäramt zum Empfänger, einem Mastbetrieb im Landkreis Passau, begleitet. Dort wurde der Tiertransporter in Anwesenheit der Beamten entladen.
Bei der Entladung der oberen Boxen des Tiertransporters wurden insgesamt 97 tote Mastläufer aufgefunden. Als vorläufige Todesursache wurde vom Veterinäramt ein Ersticken der Tiere in Folge des Platzmangels festgestellt. Nach den Tierschutztransport-Vorschriften war der LKW um ca. 25 Prozent überladen. Die toten Tiere wurden von der Tierkörperbeseitigungsanstalt Plattling entsorgt.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Passau wurden gegen die beiden polnischen Fahrer Ermittlungen wegen Verstößen nach dem Tierschutzgesetz eingeleitet. Die Einvernahmen der beiden Fahrer dauern derzeit an. Die Ermittlungen werden im Anschluss auch gegen Verantwortliche des dänischen Transportunternehmens ausgedehnt.
18.05.05
neumarktonline: Tier-Transporter gestoppt: 97 Schweine tot (Foto)

Sattelzug rammt Radlader

Schwandorf. Ein mit Kanthölzern beladener Sattelzug fuhr am Dienstag, kurz vor 18 Uhr, bei Wackersdorf auf die A 93 Richtung Weiden ein. Noch bevor er die rechte Fahrspur der Autobahn erreicht hatte, kippte das schwere Gefährt nach links um und schlitterte auf die rechte Fahrspur. Dort näherte sich ein Lkw mit Anhänger, den ein 50-Jähriger aus Neualbenreuth steuerte. Der umgestürzte, mit Holz beladene Sattelzug rammte den vorbeifahrenden Lkw mit Hänger. Dabei wurde der auf der Ladefläche befindliche Radlader aus seiner Verankerung gerissen und fiel auf die Überholspur. Die Holzladung verteilte sich auf beide Fahrbahnen.
Der Lenker des Holzzuges, ein 52-Jähriger aus Schifferstadt, erlitt schwere Verletzungen und musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus Schwandorf gebracht werden.
Der umgestürzte Sattelzug musste durch ein Kran-Unternehmen geborgen und abtransportiert werden. Das Lkr-Gespann aus Neualbenreuth war noch fahrbereit und konnte aus eigener Kraft weiterfahren. Ebenso wurde der heruntergestürzte Radlader auf die Ladefläche des Lasters gefahren und wieder festgezurrt. Die Autobahn A 93 war bis ca. 22.15 Uhr total gesperrt. Die Wehrmänner der FFW Wackersdorf und Schwandorf übernahmen die aufgebaute Umleitung des Fahrverkehrs. Der Gesamtschaden beträgt rund 140 000 Euro.
18.05.05
neumarktonline: Sattelzug rammt Radlader

Anfang ... 1787 - 1788 - [1789] - 1790 - 1791 ... Ende
Telefon Redaktion


Telefon Redaktion


neumarktonline - die Internet-Tageszeitung. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Neumarkt in der Oberpfalz im Internet
ISSN 1614-2853
23. Jahrgang
Zur Titelseite neumarktonline
ISSN 1614-2853
23. Jahrgang