"Komplexe Mammutaufgabe"


Der Stadtrat traf sich zu seiner Weihnachtssitzung im Reitstadel.


OB Thomas Thumann bei seiner Rede
NEUMARKT. Der Stadt stehen im neuen Jahr "vielfältige und vielschichtige Projekte" und Ereignisse ins Haus, sagte OB Thumann in der Weihnachtssitzung am Donnerstagabend.

Der ausführliche Rückblick des Oberbürgermeisters auf sein erstes Jahr an der Spitze im Neumarkter Rathaus, aber auch ein Ausblick auf das kommende Jahr bildete einen der Höhepunkte der festlichen Sitzung im Neumarkter Reitstadel, der eine kurze Arbeitssitzung im Rathaus vorausgegangen war.

"Unsere Stadt ist reich an Angeboten und Möglichkeiten, aber vor allem auch an Menschen, die sich engagieren und in diesen Vereinigungen ehrenamtlich für andere da sind", sagte Thumann. Dies seien vorbildliche Leistungen, die "nicht mit Geld aufzuwiegen sind und die keine staatliche Instanz, keine Stadt oder Stadtverwaltung erbringen könnte".

Die Stadt Neumarkt habe "ganz sicher" ein erfolgreiches Jahr hinter sich gebracht - und dies nicht nur, weil heuer "den ohnehin stattlichen Rücklagen" wohl noch einmal 17 Millionen Euro zugeführt werden können.

Thumann erinnerte an die Fertigstellung des Hauses für Jugend, Bildung und Kultur, an den Ludwigshain, die Stadtgärtnerei beim Bauhof am Berliner Ring, das Schreiberhaus, die Fortführung der B299 und auch an die Brücke am Beckenhofer Weg, bei der er anmerkte, "dass es durchaus gut ist, wenn die Stadt in die Zukunft denkt und plant, auch wenn der Nutzen für manchen jetzt noch nicht so einsichtig erscheint".

Im Wortlaut

Die Rede von OB Thomas Thumann zum Jahresrückblick und Ausblick auf das kommende Jahr finden Sie hier als Dokumentation im Wortlaut.
Der OB dankte ausdrücklich den Stadträten, die ehrenamtlich 44 Sitzungen des Stadtrates und seiner Senate und Ausschüsse und zusätzlich ihre jeweiligen Fraktionssitzungen bewältigt haben. Seinen "lieben Bürgermeisterkollegen" Arnold Graf und Erich Bärtl bescheinigte er "eine gute Zusammenarbeit und ein sehr kollegiales Verhältnis".

Im kommenden Jahr stehen "vielfältige und vielschichtige Projekte und Ereignisse ins Haus", sagte Thumann, "wobei die Schlagworte Stadthalle, Unteres Tor, Fachmarktzentrum oder Ärztezentrum die Dimensionen der dabei zu bewältigenden Aufgaben nur unzureichend umschreiben".

Die "sehr komplexe Mammutaufgabe" von mehreren miteinander verknüpften Großprojekten könne nur "gemeinsam" so gelöst werden, "dass wir uns nicht in Details verlieren, sondern immer den Blick auf das Ganze gerichtet halten und grundsätzlich die Weichen stellen". Thumann:" Der Stadtrat sollte nicht dafür da sein, jedes Projekt bis in die tiefste Einzelheit und Eventualität zu zerpflücken".

Insgesamt summieren sich die Ausgaben im Vermögenshaushalt 2007 auf eine stolze Summe von rund 54 Millionen Euro. Wegen der "überaus positiven Haushaltssituation unserer Stadt" bedankte sich Thumann "ausdrücklich bei meinen Vorgängern". Sie hätten zusammen mit den jeweiligen Stadträten stets eine "vernünftige und ausgewogene Haushaltspolitik betrieben".

Der Oberbürgermeister dankte auch den Mitarbeitern im Rathaus: Sie seien es, die zu einem "so blühenden und von vielen Bürgern wie Besuchern häufig gelobten Neumarkt" wesentlich mit beitragen.

Thumann weiter: "Darum appelliere ich an alle in der Politik Stehenden, die Mitarbeiter der Stadt nicht zum Spielball der Politik zu machen, wie dies in der Vergangenheit manchmal versucht worden ist". Es könne nicht angehen, dass "im politischen Wettstreit Mitarbeiter diffamiert, interne Verwaltungsvorgänge politisch instrumentalisiert oder gar Unterstellungen gegenüber der Verwaltung in den Raum gestellt werden".

Es sollte "uns allen" um die Stadt und ihre Bürger gehen. Dazu gehöre "als allererstes, dass wir politisch Verantwortlichen menschlich korrekt mit anderen und miteinander umgehen." Man sei der Demokratie verpflichtet und dazu gehöre, daß man nach ausreichender Information mehrheitlich Entscheidungen fälle - "dazu gehört allerdings auch, dass wir diese mehrheitlich gefassten Entscheidungen dann auch akzeptieren und mutig vorwärts schreiten".

Dieses Vorgehen habe sich in den letzten 60 Jahren in Neumarkt als "überaus erfolgreich erwiesen", und "ich bin der festen Überzeugung, dass dies in den nächsten Jahren ebenso sein wird", sagte Thumann.
22.12.06
Neumarkt: "Komplexe Mammutaufgabe"
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