Dickere Rohre

Die Arbeiten in der Brunnenstraße laufen
NEUMARKT. Überschwemmungen wird der Kampf angesagt: seit Mitte Mai errichtet die Stadt Neumarkt in der Brunnenstraße einen neuen Stauraumkanal.
Dabei werden rund 90 Meter Stahlbetonrohre Drachenprofil DN 1200 und 41 Meter Stahlbetonrohre DN 400 verlegt. Insgesamt kosten diese Arbeiten voraussichtlich rund 243.000 Euro. Der Abschluss der Kanalbauarbeiten soll voraussichtlich Mitte September erfolgen.
Hintergrund der Baumaßnahme sind die in diesem Bereich auftretenden Überlastungen im Kanalnetz bei Starkregen, die auch wegen des Wechsels von hohem Gefälle (West – Ost) zu niedrigen Gefällen (hangparallele Straßen; Nord – Süd) mit gleichmäßigen, relativ geringem Kanalquerschnitt zustande kommen. In der Brunnenstraße verhindern zudem niedrige Dimensionen der Rohre einen ordentlichen Abfluss. Durch den Einbau von Rohrleitungen größerer Weiten im Bereich der Brunnenstraße lassen sich diese Überstauungen reduzieren.
Entgegen den hydraulischen Berechnungen des überarbeiteten Generalentwässerungsplanes 2009, der einen Austausch der vorhandenen Rohrleitungen DN 250 oder DN 300 durch größere Querschnitte DN 400 auf einer Gesamtlänge von rund 325 Metern vorgesehen hatte, wurde nun eine andere hydraulische Maßnahme ergriffen. Da der Straßenbelag in der Brunnenstraße noch in einem relativ guten Zustand war, kam man zu der Einsicht, hier keine auf mehreren hundert Metern erfolgenden Austausch der Rohrleitungen vorzunehmen.
Stattdessen ergab eine erneute hydraulische Überrechnung, dass durch den Einbau einer größeren Leitung DN 400 auf einer Länge von 41 Metern in der Brunnenstraße im Bereich vor der Ohm-Straße und einer größeren Leitung DN 1200 Drachenprofil auf einer Länge von rund 90 Metern in der Brunnenstraße im Abschnitt nach der Wolfsteinstraße sowie eine obenliegende Entlastung der Wolfsteinstraße in Richtung Karl-Speier-Straße die gleiche hydraulische Verbesserung erreicht werden kann.
Auf diese Weise können rund 50 Prozent des Oberflächenbelags der Brunnenstraße erhalten werden. Die Straßenwiederherstellung in den Abschnitten des Kanalbaus erfolgt damit durch die Stadt als Veranlasser des Kanalbaus. Auf die Anlieger kommen damit keine Straßenbaukosten zu.
Weitere Kanalbaumaßnahmen in diesem Bereich sollen in den folgenden Jahren durchgeführt werden, etwa in der Liebigstraße und Rennbühlweg.
09.07.12
Neumarkt: Dickere Rohre