Verschüttete gerettet


Feuerwehrmänner und Rettungssanitäter transportieren einen der Männer ins Klinikum


Der Bagger mit den Spundwänden


In dieser Baugrube rutschte das Erdreich nach
NEUMARKT. In einer Baugrube in Sengenthal wurden am Dienstag zwei Arbeiter verschüttet - einer von ihnen bis zur Hüfte. Die beiden Männer überlebten.

Einer der Arbeiter erlitt nur leichte Verletzungen. Der zweite Mann wurde ins Neumarkter Klinikum zur Untersuchung gebracht, da man am Nachmittag schwerere Verletzungen noch nicht ausschließen wollte. neumarktonline hatte bereits wenige Minuten nach dem Unglück in einer Eil-Meldung berichtet.

Die beiden Arbeiter waren im neuen Baugebiet in Sengenthal im Kirchweg bei Wasseranschluß-Arbeiten beschäftigt, als es kurz vor 14 Uhr zu dem Unglück kam. Offenbar rutschte in dem sandigen Gebiet in einem unverspundeten Bereich des Grabens in zwei bis drei Meter Tiefe Erdreich nach und verschüttete die Füße des einen Arbeiters so weit, daß er sich nicht mehr selbst befreien konnte.

Der Mann rief um Hilfe, was den zweiten Mann veranlaßte, zu ihm in die Grube zu springen. Durch diese Erschütterung rutschte allerdings noch weit mehr Erdreich nach, das den Helfer schließlich bis zur Hüfte bedeckte. Der erste Mann kam nach wie vor nicht mehr aus eigener Kraft los.

Ob die beiden Männer vom Baggerfahrer oder von den Rettungskräften geborgen wurde, war dem Polizeisprecher am Nachmittag nicht bekannt. Jedenfalls gelang es, die Männer aus der Grube zu holen und in Sicherheit zu bringen.

Während der eine Arbeiter nur leichte Verletzungen davontrug, wurde der Helfer - der bis zur Hüfte im Erdreich steckte - vorsorglich ins Neumarkter Klinikum gebracht. Verläßliche Angaben zur Schwere seiner Verletzungen liegen noch nicht vor.

Aktualisierung:
Der zeitweise bis zur Hüfte verschüttete Arbeiter hat möglicherweise schwere Verletzungen erlitten, teilte die Polizei am frühen Abend mit. Im Klinikum wurde ein "Verdacht auf Wirbelsäulenbruch" diagnostiziert. Bei dem 50jährigen Mann (im obenstehenden Bericht als "Helfer" bezeichnet) handelt es sich übrigens um den Baggerfahrer.

Der 56jährige Arbeiter, der zuerst verschüttet wurde, erlitt lediglich Prellungen und Quetschungen im Bereich der Beine.

Das Gewerbeaufsichtsamt und die Berufsgenossenschaft befanden sich vor Ort. Die weiteren Ermittlungen hat die Neumarkter Polizei übernommen.
19.06.12
Neumarkt: Verschüttete gerettet
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