Auf jüdischen Spuren


Am jüdischen Friedhof an der Gießereistraße wurde der neue Wanderweg vorgestellt


Der Flyer zum "Judenweg"
NEUMARKT. In Neumarkt wurde am Donnerstag der sogenannte "Judenwanderweg" zwischen Sulzbürg und Neumarkt vorgestellt.

Die Wanderer folgen dabei den historischen Spuren der Juden aus Sulzbürg, die nachts die Stadt Neumarkt verlassen mußten.

Die Idee, diesen alten Weg als Wanderweg aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und neu zu markieren stammt von Michael Platzer, der für seine Pflege der Wanderwege im Raum Neumarkt bereits als "Stiller Held" (wir berichteten) geehrt worden ist. Die am Donnerstag vorgestellte Route Sulzbürg – Neumarkt war historisch genau der Weg, den die Neumarkter Juden nahmen, die in Neumarkt ein Geschäft hatten oder in der Jurastadt Handel betrieben und auf dem Sulzbürg wohnten.

Sie durften nämlich nur bis zum Abend in Neumarkt bleiben und mussten dann die Stadt verlassen, um auf den "Judenweg" in ihre Wahlheimat Sulzbürg zu gelangen. Dabei wurde versucht, möglichst die Ortschaften zu umgehen, um den dort fälligen "Pro-Kopf-Steuern" zu entgehen.

Dieser alte Weg wurde nun wieder zum Leben erweckt und man schuf daraus einen Wanderweg nahezu auf der Originalstrecke, die nun beschildert und markiert ist. Ein kleiner Flyer mit 5000 Stück Auflage weist den Weg und bietet kleine Zusatzinformationen zur interessanten Geschichte der Neumarkter Juden. Er ist kostenlos erhältlich in der Touristen-Information. neumarktonline-Leser mit flotter Internet-Verbindung können ihn hier herunterladen (PDF, 6,1 mb) .
22.03.12
Neumarkt: Auf jüdischen Spuren
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ISSN 1614-2853
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