Teurer Rettungsdienst

Landrat und BRK-Kreisvorsitzender Albert Löhner konnte bereits im November Justitiar Dr. Erwin Baier und stellvertretenden Schatzmeister Hans Ried für ihre Verdienste auszeichnen. Rechts BRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann
NEUMARKT. Der Rettungsdienst stellt mit über drei Millionen Euro den größten Einzelposten im Wirtschaftsplanentwurf des Neumarkter BRK-Kreisverbandes dar.
Er schließt insgesamt in Ertrag und Aufwand mit 7.311.188 Euro ab, das sind rund 9,45 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Steigerung der Erträge ist auf entsprechende Umsatzsteigerungen in fast allen Bereichen zurückzuführen, hieß es am Donnerstag vom Roten Kreuz.
Die Kostensteigerungen sind hauptsächlich auf die Erhöhung der Lohn- und besonders im Bereich der Energiekosten zurückzuführen.
Die größten Haushaltspositionen sind der Rettungsdienst mit 3.075.382 Euro, Soziales und Pflege mit 2.763.305 Euro, die Rot-Kreuz-Gemeinschaften mit dem Katastrophenschutz und die Bildung mit 198.701 Euro sowie der Glückshafen mit rund 60.836 Euro. Der Rest setzt sich aus dem Unterhalt der Gebäude und Fahrzeuge sowie der Zentralen Funktionen zusammen.
Auch im Jahr 2012 erwartet die Kreisgeschäftsstelle des Roten Kreuzes wieder über 12.500 Blutspender, die versorgt werden wollen.
Gerechnet wird auch mit Einnahmen aus der Frühjahrs- und Herbstsammlung und aus den Förderbeiträgen sowie Kostenerstattungen.
Der Haushaltsausschuss und die Vorstandsmitglieder hatten keine Einwände gegen diesen Haushaltsvoranschlag einzubringen. Der einstimmigen Genehmigung stand somit nichts im Wege.
Bei der Sitzung trugen die ehrenamtlichen Rot-Kreuz-Gliederungen und BRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann ihre Kurzberichte des abgelaufenen Jahres vor.
Die Bereitschaften würden ihre Aufgaben bei den Sanitätsdiensten, Diensten im Rettungsdienst, im sozialen Bereich, bei der Mittelbeschaffung sowie in der Bereitschaft für den Katastrophenschutz durch die Schnelleinsatzgruppen (SEGén) erfüllen, hieß es.
Die drei Unterstützungsgruppen Rettungsdienst an den Standorten Neumarkt, Berching und Parsberg werden durch die Leitstelle alarmiert. Insgesamt waren es heuer rund 80 Einsätze.
Neu wurde heuer ein Kriseninterventionsdienst im Polizeibereich Parsberg in Betrieb genommen. Allerdings sei keine isolierte Alarmierung möglich so dass es hier zeitweise zu Zuständigkeitsproblemen kommt, hieß es. Insgesamt funktioniere aber der Einsatz.
Durch intensive Anstrengungen konnte man im Bereich Lauterhofen eine Arbeitskreis "First Responder" gründen. Hier wurde gemeinsam mit der Gemeinde und der Feuerwehr eine Kooperation geschlossen.
In Parsberg konnte man eine neue Gerätehalle kostengünstig erstellen. Dadurch wird es dort zur Entspannung von Platzproblemen kommen.
Die Bereitschaften würden auch mit dem "Nachwuchsproblem" kämpfen, hieß es. Man möchte im März diese Problemstellung in einer Klausurtagung bearbeiten und möglicherweise die Jugendarbeit verstärken.
Der Vorsitzende der BRK-Kreiswasserwacht, Karl-Heinz Frenzel, berichtet von vielen tausenden freiwilligen Stunden, die im kommenden Leistungsbericht nachzulesen sind.
Martina Schmid informierte als Leiterin der Jugendarbeit über vier Gruppengründungen in diesem Jahr.
Insgesamt sind an allen Standorten im Landkreis etwa 150 Kinder und Jugendliche aktiv.
Für 2012 ist eine erneute Gruppengründung in Neumarkt geplant, hieß es.
29.12.11
Neumarkt: Teurer Rettungsdienst