Dritter gegen Ersten

NEUMARKT. Die Basketballer des SV Stauf haben der Partie an diesem Sonntag (19 Uhr, Mittelschule West) schon lange entgegen gefiebert. Aber dass es gegen den FC Tegernheim tatsächlich um die Tabellenführung gehen wird, hatte wohl kaum jemand für möglich gehalten. In heimischer Halle bitten die Korbjäger zum Spitzenspiel der Bayernliga Mitte: der Dritte empfängt den Ersten.

Die Brisanz des Duells speist sich aus mehreren Quellen. Es ist nicht nur die Tabellenkonstellation. Die Tegernheimer haben sicherlich den Oberpfalzcup noch präsent. Bei diesem Vorbereitungsturnier heuer im September versetzen ihnen die Staufer eine überraschende und auch herbe Niederlage. Dann ist da die rein geographische Rivalität der Vereine aus dem selben Regierungsbezirk, die beide stets heiß auf das Spiel mit Derbycharakter sind. Und dann treffen die Cracks des SV noch auf ihren alten Trainer Christian Frank, mit dem sie die vorige Saison durchaus erfolgreich gestalteten, der aber nach einem vorzeitigen Abschied als Neumarkt bei den Regensburger Vorstädtern als Spieler anheuerte.

In Tegernheim will man die Bedeutung des Sonntags etwas herunterspielen: "Damit steht ein Spiel des oberen Tabellendrittels an – für Spannung ist folglich gesorgt", heißt es etwas lapidar. Was die Zuschauer aber auf alle Fälle erwarten wird, ist ein exzellentes Basketballmatch.

Dafür sorgen auf Seite der Gäste vor allem Nils Heling, Michael Schmidl (beide über 22 Punkte im Schnitt) sowie Sven Leichtl (15). Sie führten Tegernheim bisher außerordentlich souverän durch die Saison. Lediglich ein Ausrutscher nach Verlängerung in Nördlingen ist dem FC unterlaufen. Der Klassenprimus steht zu Recht an der Spitze Bayernliga.

Doch der SV Stauf steuert mit Rückenwind auf den Sonntag zu. Der Kantersieg des letzten Spieltags hat die Stimmung im Lager komplett gedreht. Plötzlich klingt es durchaus realistisch, dass man die Heimserie mit fünf Siegen in Folge fortsetzt und selbst Tegernheim ein Bein stellt. SV-Coach Tom Gieritz hat den vielleicht tiefsten Kader der Liga zur Verfügung, mit zwölf beinahe gleichwertigen Akteuren, die das Tempo über 40 Minuten extrem hochhalten können.

Es sind aber nicht zuletzt die beiden spektakulären SV-Neuzugänge Peter Prowosnik und Artur Gudebski, die es den Staufern ermöglichen, das Oberpfalzderby mehr als offen zu gestalten. Die Hausherren treten den Gästen auf Augenhöhe entgegen.
01.12.11
Neumarkt: Dritter gegen Ersten
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