"Tendenz zu Sanierung"

NEUMARKT. Die SPD-Kreistagsfraktion tendiert eher zu einer Sanierung statt zu einem Neubau des Willibald-Gluck-Gymnasiums.

Daß die Generalsanierung des WGG mit bereits beschlossenem Neubau der Turnhalle eine kostenintensive Angelegenheit wird, ist dem Kreistag des Landkreises schon lange klar. Nach intensiver Vorarbeit der Fachplaner und Umsetzung der räumlichen Neukonzeption im Dialogverfahren mit der Schule sind die anfangs veranschlagten Kosten der Landkreisverwaltung in Höhe von 20 Millionen Euro inzwischen bei einer Größenordnung von 27,1 Millionen Euro angelangt.

Architekt Johannes Berschneider hat nun den Kreistagsfraktionen von SPD und Grünen seine Planungen mit Kostenberechnung vorgestellt. Der Architekt erläuterte auch die Probleme des Untergrunds sowie die erforderliche fachgerechte Ableitung des Grundwassers einschließlich der hierfür anfallenden Kosten. Nach Abzug der staatlichen Förderung würde die Generalsanierung des WGG dem Landkreis 18 bis 19 Millionen Euro kosten.

Hans Ried und Markus Mederer von der Kreiskämmerei stellten den Kreisräten angesichts der hohen Sanierungskosten alternativ den möglichen Neubau des WGG auf einer Teilfläche der Freisportanlage an der St.-Florian-Strasse vor. Die Verwaltung habe für einen Neubau überschlägig Kosten von rund 36 Millionen Euro ermittelt, wovon der Landkreis rund 24 Millionen tragen müsste.

Nach erster Diskussion der zwei möglichen Bauvarianten wollte SPD-Fraktionssprecher Helmut Himmler sich vor den Darlegungen des Projektsteuerungsbüros Pfaller in der Kreistagssitzung am kommenden Freitag nicht endgültig festlegen, gleichwohl gebe es bei der Kreistagsfraktion der SPD eine klare Tendenz zur Generalsanierung des bestehenden Baukörpers.

Dafür gebe es auch sehr gute Gründe. Das Gebäude sei nach klarer Aussage des Architekten in sehr gutem baulichen Zustand und für die Landkreisgemeinden – welche die Kosten letztendlich über die Kreisumlage zu tragen haben – sei es schon ein Unterschied, ob die Nettokosten der Baumaßnahme bei 18 oder 24 Millionen Euro liegen.

Beim verantwortungsbewussten Umgang mit Steuergeldern müsse man auch berücksichtigen, dass nach dem WGG auch die Sanierung der Berufsschule Neumarkt nicht auf die lange Bank geschoben werden dürfe und auch die Städte, Märkte und Gemeinden im Landkreis seien laufend mit sehr kostenintensiven Sanierungsmaßnahmen und Umbauten zu Ganztagsschulen konfrontiert.

Darüber hinaus bedeute der Abriss des bestehenden WGG-Gebäudes eine völlig unnötige Wertvernichtung. Einig waren sich die Sozialdemokraten, dass bei der anstehenden Generalsanierung eine optimale energetische, ästhetische und pädagogisch-funktionale Modernisierung für einen Zeitraum von 30 bis 40 Jahre angezielt sei und diese werde durch die Konzeption des Architekturbüros Berschneider garantiert. Das WGG wird derzeit von 1800 Schülern besucht und langfristig wird mit einer Auslastung mit rund 1500 Schülern gerechnet.
21.11.10
Neumarkt: "Tendenz zu Sanierung"
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