Hackschnitzel oder Öl ?


Das Hallenbad in Berg könnte schon bald durch Nahwärme
versorgt werden.
NEUMARKT. Eine Machbarkeitsstudie soll Energieversorgungskonzepte für Nahwärmeverbundnetze in der Gemeinde Berg vergleichen.

Die Versorgung von Haushalten, Schulen, Hallenbad, Gastronomie, Gewerbebetrieben mit erneuerbarer und bezahlbarer Energie ist auch in Berg ein wichtiges kommunalpolitisches Zukunftsthema, hieß es.

Nach einem Gespräch mit Professor Markus Brautsch von der Fachhochschule Amberg-Weiden im Rathaus der Gemeinde Berg will Bürgermeister Helmut Himmler jetzt in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule ein kommunales Gesamtenergieeinsparungskonzept für die Gemeinde Berg erstellen und in einer Machbarkeitsstudie die Möglichkeit einer Nahwärmeversorgung für Berg untersuchen lassen.

In diese Studie sollen neben kommunalen Liegenschaften auch die privaten Haushalte, das Gewerbe oder die Hotels einbezogen werden, um eine umfassende Arbeitsgrundlage für einen zukunftsfähigen Energieversorgungspfad in Berg definieren und baulich umsetzen zu können.

Professor Brautsch, der sich in den Feldern Thermodynamik, erneuerbare Energien und rationelle Energieerzeugung weit über die Region hinaus großes Renommee erworben hat, wird mit seinen Mitarbeitern den Ist-Zustand von Berg erfassen und ein Wärmekataster erstellen. Dabei wird unter anderem der Anteil der leitungsgebundenen Energieträger (Erdgas, Strom), der Anteil an nicht-leitungsgebundenen Energieträgern (Heizöl, Holz, Kohle) zur Wärmebereitstellung sowie der Primärenergieumsatz mit CO2-Ausstoß ermittelt.

Aufbauend auf diesem Wärmekataster werden unterschiedliche Nahwärmeverbundlösungen ausgearbeitet und es wird jeweils die spezifische Wärmebelegungsdichte, die Trassenlänge, die Netzverluste und schließlich die Energiebilanz gebildet.

In einer anschließenden Leistungsphase sind unterschiedliche Energieversorgungskonzepte für die Nahwärmeverbundnetze zu dimensionieren Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung aller Energieversorgungskonzepte, die künftige CO2-Bilanz aller Energieversorgungskonzepte im Vergleich zum derzeitigen Zustand in Berg sowie ein Maßnahmenkatalog mit Systemempfehlung runden die Machbarkeitsstudie ab.

Himmler will die Thematik am 19. November dem Gemeinderat vorstellen und bereits im April 2010 soll das komplette Zukunftskonzept dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Das Kommunale Gesamtenergiesparkonzept der Gemeinde Berg wird weitgehend durch staatliche Fördergelder und den Fonds "Anreiz zum energiesparenden Verhalten" der e.on Bayern finanziert. Durch eine sehr weitgehende Finanzierung durch Dritte müssen wir lediglich 6,85 Prozent der Machbarkeitstudie aus dem Gemeindehaushalt finanzieren, meinte der sichtlich zufriedene Bürgermeister. Himmler betrachtet die Studie der Fachhochschule als wichtiges Zukunftskonzept für die regenerative Energieversorgung von Berg mit dem Effekt wichtiger CO2-Einsparungen.
06.11.09
Neumarkt: Hackschnitzel oder Öl ?
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