Großes Interesse


Prof . Dieter Böhn von der Uni Würzburg bei der Vorstellung des Orientierungsrahmens "Globales Lernen".

NEUMARKT. Zur bayernweiten Lehrerfortbildung zum Thema "Globales Lernen mit Kindern und Jugendlichen macht Mut für anderes Lernen" kamen in Neumarkt über 40 interessierte Lehrer aus Regensburg, Amberg, Ingolstadt und Neumarkt zusammen. Die Veranstalter werteten dies als positives Zeichen, dass die Notwendigkeit des Globalen Lernens in den Schulen angekommen sei.

Die Fortbildung war eine Kooperation des Eine Welt Netzwerks Bayern zusammen mit dem Eine Welt Laden Neumarkt und den Staatlichen Schulamt. Prof. Dieter Böhn von der Universität Würzburg führte in den Orientierungsrahmen "Globale Entwicklung" ein. "Er wurde herausgegeben von der Kultusministerkonferenz und dem BMZ und eröffnet neue Chancen, diese wichtigen Zukunftsthemen im Schulalltag zu behandeln und macht zugleich Mut für anderes Lernen," so Böhn.

Junge Menschen lernten mit komplexen Entwicklungen umzugehen, die ihr Leben unmittelbar beeinflussen: Sie würden nachfragen, was argentinische Kühe bei uns und deutsche Hühnchen in Afrika machen, "treffen auf afrikanische Bananenpflücker und Indianermädchen am Amazonas, lernen in Spielen den Welthandel kennen, werden selbst tätig, wenn es um Spielzeug aus China, faire Schokolade oder Wasserprobleme weltweit geht und entwickeln nebenbei Kompetenzen, um sich in der Weltgesellschaft zu orientieren und verantwortlich zu leben", hieß es.

Die klassische Umweltbildung, die in den bayerischen Lehrplänen verankert sei, greife dabei viel zu kurz. "Wir müssen als künftige Weltbürger über unseren Tellerrand schauen," so Böhn.

Christoph Steinbrink vom Pädagogischen Institut München und Marita Matschke vom Eine Welt Netzwerk Bayern stellten im zweiten Teil konkrete Möglichkeiten des Globalen Lernens an Schulen vor. Dabei ging es darum, Leute von außen in die Schulen zu holen, Schulpatenschaften zu initiieren und das vielfältige Angebot an Unterrichtsmaterialien zu nutzen.

Marita Matschke arbeitet daran, bayernweit zehn Eine Welt Stationen einzurichten, die das Angebot an Materialien zum Globalen Lernen bündeln und weitergeben. "Der Eine Welt Laden Neumarkt ist dabei Favorit, Eine Welt Station zu werden," verriet Marita Matschke der Vorsitzenden Ruth Dorner.

Abschließend lobten die Referenten das Engagement des Eine Welt Ladens Neumarkt mit dem Vorzeigeprojekt Lernzirkel "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" im alten Feuerwehrhaus. Positiv wurde auch das Bemühen der Stadt gewertet, sich auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit zu positionieren, sei es mit der Auszeichnung als Stadt der Weltdekade, dem Beitritt zum Klimabündis, dem Stadtratsbeschluss gegen ausbeuterische Kinderarbeit oder erste bayerische Fairtradestadt zu sein.

Die positiven Rückmeldungen der Lehrer aus allen Schularten werteten die Gastgeber und beiden Vorsitzenden Ruth Dorner und Birgitt Rupp als Bestätigung dafür, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.
01.11.09
Neumarkt: Großes Interesse
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