3,3 Prozent arbeitslos


Zeigen sich erste Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise
auf den Arbeitsmarkt ?
Foto: handwerksbilder
NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt ist die Arbeitslosenquote im April von 4,0 auf 3,3 Prozent zurückgegangen.

Trotzdem glaubt man bei der Agentur für Arbeit, die ersten Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt in der Region feststellen zu können.

Im Landkreis Neumarkt haben sich im April 924 Personen arbeitslos gemeldet und 1.396 Personen haben ihre Arbeitslosigkeit beendend. Mit 2.237 Arbeitslosen gibt es im Vergleich zum März 470 Arbeitslose weniger.

Im April des Vorjahres waren 2.197 Arbeitslose gemeldet, binnen Jahresfrist ein Anstieg von lediglich 40 Personen oder 1,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote hat sich gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozentpunkte verringert und beträgt aktuell 3,3 Prozent. Im April des Vorjahres lag die Quote ebenfalls bei 3,3 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen ist auch im Gesamt-Bezirk der Agentur für Arbeit Regensburg gegenüber dem März deutlich zurückgegangen. Nach den Osterfeiertagen konnten viele der arbeitslosen Saisonkräfte wieder auf ihre Arbeitsplätze zurückkehren. "Im Vergleich zum März sind fast 1200 Menschen weniger arbeitslos", so Rudolf Karl, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Regensburg. "Aber es sind", so Rudolf Karl weiter, "1.900 Arbeitslose mehr registriert als vor Jahresfrist – wahrscheinlich die ersten Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt in der Region".

Durch den Rückgang binnen Monatsfrist hat sich die Zahl der Arbeitslosen auf 13.171 reduziert, das sind 1.910 Personen oder 17 Prozent mehr als vor einem Jahr. Während sich bei den Frauen die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr nur um 4,3 Prozent erhöht hat, ist die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 28,8 Prozent höher als im April des Vorjahres.

Im Bereich des Arbeitslosengeldes II oder Hartz IV ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,7 Prozent auf 5.820 Arbeitslose gesunken, im Bereich des Arbeitslosengeldes I aber um 39,3 Prozent auf 7.351 Arbeitslose gestiegen. Der Abbau der saisonalen Winterarbeitslosigkeit wird erst im Monat Mai abgeschlossen sein. Es ist damit zu rechnen, dass die Sockelarbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr zunehmen wird.

Durch den Rückgang der Arbeitslosigkeit hat sich die Arbeitslosenquote für den Gesamt-Bezirk der Agentur für Arbeit Regensburg auf 4,6 Prozent reduziert. Im März betrug die Arbeitslosenquote noch 5,0 Prozent, im April des Vorjahres allerdings nur 3,9 Prozent.

Weiter unerfreulich ist die Entwicklung bei den Stellenangeboten. Hier gab es sowohl bei den Neuaufträgen wie auch bei den noch vorhandenen offenen Stellen jeweils eine Verringerung gegenüber dem Vorjahresmonat.

Die Arbeitgeber meldeten im Monatsverlauf 1.123 zu besetzende Arbeitsplätze, 569 Stellen oder ein Drittel weniger als im April 2008. Am Monatsende waren 2.147 Stellen als "noch offen" gemeldet, das sind 38 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Zur Überbrückung vorübergehenden Auftragsmangels haben im April 450 Betriebe Kurzarbeit angemeldet. Gegenüber dem Vormonat hat sich die Zahl der Betrieb um 90 erhöht, überwiegend sind auch Klein- und Mittelbetriebe hinzugekommen.
30.04.09
Neumarkt: 3,3 Prozent arbeitslos
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