Zocker durchleuchtet

NEUMARKT. Die Suchtberatung des Diakonischen Werkes Neumarkt beteiligt sich an einer Studie zur Situation von Glücksspiel-Süchtigen.

Die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern startet die erste deutsche Studie zur Beratung und Behandlung von Menschen, die Probleme mit dem Glücksspiel haben und sich deshalb an eine ambulante Einrichtung der Suchthilfe gewandt haben. Auch die Suchtberatung des Diakonischen Werkes Neumarkt e. V. beteiligt sich an der wissenschaftlichen Erhebung.

Von April 2009 bis Dezember 2010 wird die Studie laufen, die dazu beitragen soll, die Angebote für Betroffene in Bayern zu verbessern. "Auch hier in Neumarkt können wir dann noch gezielter auf die Bedürfnisse unserer Klienten eingehen", freut sich Ralf Frister, der Leiter der Suchtberatungsstelle.

Die Studie wird vom Kooperationspartner der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern, dem IFT Institut für Therapieforschung in München, durchgeführt. "Wir benötigen dringend wissenschaftliche Daten, um daraus bessere Angebote für die Betroffenen ableiten zu können", weiß der verantwortliche Privatdozent Dr. Ludwig Kraus, stellvertretender Leiter des IFT. "Zum pathologischen Glücksspiel gibt es bisher erstaunlich wenig wissenschaftliche Untersuchungen und wenn nur zur stationären Behandlung Betroffener", resümiert er.

Bayernweit sind neben der Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes Neumarkt e. V. über 40 Stellen des Kompetenznetzwerkes Glücksspielsucht beteiligt. Die Beratungseinrichtungen, die von der Landesstelle Glücksspielsucht gefördert werden, können ihren Klienten so ermöglichen, an einer hochaktuellen, wissenschaftlichen Studie teilzunehmen.

Durch die Studie erhoffen sich die Forscher Ergebnisse zu Personencharakteristika und Spielverhalten von Personen mit einer Glücksspielproblematik. Ziel der Studie ist, die Versorgungssituation in der Beratung und Behandlung von Betroffenen zu verbessern. Außerdem werden die Forscher durch die Datenerhebung Rückschlüsse auf das Glücks­spielverhalten insgesamt ziehen können.

Weitere Infos zur Studie und zum Angebot vor Ort gibt es bei der Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes Neumarkt e. V. unter der Telefon 09181/440906.
07.04.09
Neumarkt: Zocker durchleuchtet
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