Den Regenschauern getrotzt

FAN-Vorsitzende Vera Finn (Mitte) und Bürgermeisterin Ruth Dorner führen durchs Bürgerhaus.
Fotos:Erich Zwick

"D'Oberpfälzer" aus Seubersdorf beim Volkstanz.


Mit den "Windmühlen" mag's noch nicht so richtig klappen.


Bestaunt: das Elektromobil von Günter Graf (rechts).


Mit dem "Sternentanz" beschlossen die Seubersdorfer Trachtler
ihren Altstadtfest-Auftritt. Der Stern soll gleichzeitig Symbol-
charakter haben: er kündet vom 20. Fest im kommenden Jahr.

NEUMARKT. Trotz einiger Regenspritzer brauchen die Neumarkter mit dem Wettergott nicht zu hadern. Während andernorts - beispielsweise bei der U-Bahn-Einweihung in Nürnberg - ein Wolkenbruch hernieder ging und Stadtdekan Michael Bammessel von einer "Massentaufe" sprach, hatte die Neumarkter Geistlichkeit offensichtlich den besseren Draht nach oben. So hätte das 19. Neumarkter Altstadtfest auch bei sommerlicher Hitze nicht besser laufen können.

Jeder hatte was von der Wetter-Mixtour: die Biergärten, die "Wirtshäuser", wie früher die gastlichen Stätten hießen, die sich dem Zeitgeist entsprechend "Bistros" oder sonst wie nennen, und alle anderen "Treffs" unter Dach. Das Bürgerhaus erlebte eine wahre Invasion, so dass die vielen freiwillligen Helfer alle Konzentration brauchten, um nicht den Überblick zu verlieren. Verloren sie aber nicht - im Gegenteil, sie freuten sich über den Ansturm vor allem auf Kaffee und Kuchen, gebacken von den tüchtigen Hausfrauen des Katholischen Frauenbundes.

Wer mehr über die Segnungen des Bürgerhauses erfahren wollte, der konnte sich bei Führungen "schlau machen". Freiwilligen-Agentur-Vorsitzende Vera Finn und die Agenda-Beauftragte des Stadtrats, Bürgermeisterin Ruth Dorner, geleiteten die angenehm Neugierigen durch das Haus und wurden nicht müde, Fragen zu beantworten.

Ein besonderes Schmankerl für die Kleinen hatte sich Hausherr Ralf Mützel einfallen lassen. Er engagierte den Kinderliedermacher Matthias Meyer-Göllner für zwei Auftritte, die unter dem Motto "Der Bewegungsliederspaß für die ganze Familie" standen. Er verstand es, mit einfachen Hilfsmitteln sein dankbares Publikum mitzureißen - so mit dem "Windmühlenspiel".

Mehr etwas für die Erwachsenen war die Präsentation eines Elektromobils, das im Zeichen ständig steigender Spritpreise eine echte Alternative zum herkömmlichen Auto ist; denn selbst das sparsamste kommt nicht mit einem Euro auf hundert Kilometer aus.

Günter Graf musste sich vor seinem Elektromobil schier "Löcher in den Bauch" fragen lassen: nach Höchstgeschwindigkeit (63), Abgasen (null), Reichweite (40 bis 70 Kilometer), KfZ-Steuer (keine).

Vom Ausflug zu einem "halbkommerziellen" Bestandteil des Altstadtfestes, das wir aber - wie das Bürgerhaus - wegen des allgemeinen Interesses für berichtenswert halten, zurück zu den "lupenreinen" Idealisten. Und solche gab es auf dem Altstadtfest an allen Ecken und Enden.

Stellvertretend für sie alle sollen "D'Oberpfälzer" stehen, die Trachtengruppe aus Seubersdorf. Sie vereint acht eingespielte Paare, die von Josef Regnet betreut (neudeutsch: gecoacht) werden. Auf der Tanzbühne vorm Pfalzgrafenschloss zeigten sie zu der Musik von Markus Rippel, dass dieses Brauchtum jede Modeerscheinung überdauern wird.

Was nicht heißen soll, dass man beim Altstadtfest nur im Vergangenen schwelgen darf - im Gegenteil: das 19. Fest hat es wieder einmal unter Beweis gestellt: die Altstadt und ihr Fest gehört allen Generationen.
Erich Zwick


Am Sonntag blieb die (Kaffee-)Küche kalt: da gingen wir ins Bürgerhaus.
15.06.08
Neumarkt: Den Regenschauern getrotzt
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