"Keine Anhebung"

NEUMARKT. "Eine Ausweitung der Milchquoten zum jetzigen Zeitpunkt ist das falsche Signal", erklärt Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe.

Agrarkommissarin Fischer Boel hat zur geplanten 2,5 Prozent-Anhebung ab April eine zusätzliche jährliche Anhebung der Milchquote um ein bis zwei Prozent ins Spiel gebracht. Damit verbunden wären Preisabschläge für den Rohstoff Milch, die die Bauern hinnehmen müssten. "Mit ihrem erneuten Vorpreschen setzt die EU-Kommission den Milchmarkt unnötig unter Druck. Die Bauern müssen sich auf die Zusage einer stabilen Milchquote bis 2015 verlassen können", erklärte Deß.

Der Milchpreis und mit ihm die Erlöse für Molkereiprodukte haben sich in den letzten Monaten von ihren jahrelangen Tiefständen etwas erholt. Für Albert Deß ist das Vorgehen der EU-Kommission nicht hinnehmbar, durch eine Quotenaufstockung den Milchpreis zusätzlich nach unten zu drücken.

Ebenfalls ablehnend steht Albert Deß der vorgeschlagenen Senkung der staatlichen Mindestpreise für Butter und Magermilchpulver gegenüber. "Damit verstärkt die EU-Kommission zusätzlich den Trend des mittlerweile wieder fallenden Butterpreises. Die Milchmarktpolitik der EU-Kommission geht in die verkehrte Richtung."

"Die Agrarkommissarin sollte stattdessen eine EU-weite Saldierung voranbringen. Dann könnten starke Milchregionen wie Bayern die ungenutzten Quotenmengen anderer EU-Regionen auffüllen. So könnte der Milchmarkt ausreichend bedient werden, ohne dass zusätzliche Quotenmengen ausgegeben werden", so Albert Deß.
15.01.08
Neumarkt: "Keine Anhebung"
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