"Nicht gestorben"

NEUMARKT. Die CSU bedauert das vorläufiges Scheitern des Biomassekraftwerks, hält es aber nicht für "endgültig gestorben".

Mit Enttäuschung hat die CSU die Erklärung von Oberbürgermeister Thumann (wir berichteten) aufgenommen, nach der das lange geplante Biomasseheizkraftwerk nun doch nicht gebaut werden soll, heißt es in einer Pressemitteilung vom Dienstag-Nachmittag.

Die CSU unterstütze jedoch die Entscheidung des Oberbürgermeisters, da sich das Projekt offensichtlich als sehr unwirtschaftlich erweist, heißt es. Es wäre den Neumarkter Bürgern nicht zumutbar, wenn die "jetzt schon hohen Strompreise durch die Stadtwerken zusätzlich angehoben werden müssten, weil auch noch dieses Kraftwerk zusätzlich subventioniert werden muss", so CSU-Vorsitzender Helmut Jawurek.

Daher ist es absolut richtig gewesen, dass die CSU in der Sondersitzung des Stadtrates im Februar eine Reihe wichtiger Fragen gestellt hat, mit denen die Grundlagen für eine endgültigen Entscheidung für die rund 27 Millionen ermittelt werden sollten. Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst und Stadtrat Helmut Lahner hatten insbesondere die Fragen der Wirtschaftlichkeit, der Verfügbarkeit des Brennstoffes, der möglichen Abnehmer und des endgültigen Standortes angesprochen und um Informationen gebeten.

Unklar und nicht erläutert war auch die Konzeption der von der Stadt geplanten Klärschlammtrocknung beim Standort in Holzheim, die aus Sicht der CSU "nicht unproblematisch" wäre.

Die CSU ist aus Sicht des Klimaschutzes und einer geringeren Abhängigkeit von Energiekonzernen positiv für ein kommunales Biomassekraftwerk eingestellt, hieß es am Dienstag. Einstimmig habe die CSU im Februar im Stadtrat daher für eine Weiterverfolgung der Pläne für dieses Kraftwerk beschlossen.

Mit "tatkräftiger Unterstützung der CSU" und Landrat Albert Löhner wurden im Kreistag Vorvereinbarungen mit den Stadtwerken über einen Wärmebezug aus dem geplanten Kraftwerk einstimmig beschlossen.

Für die CSU ist das Projekt in Neumarkt daher nicht endgültig gestorben. "Wenn wir die Zahlen und Fakten kennen, werden wir genau untersuchen, ob nicht doch noch in der einen oder anderen Form ein Biomassekraftwerk realisiert werden kann, was absolut wünschenswert wäre", so Bürgermeister Ferdinand Ernst. "Eine stärkerer Unabhängigkeit von den großen Energiekonzernen ist notwendig. Klar ist aber auch, dass die Anlage kostendeckend arbeiten muss, damit keine zusätzlichen Kosten für die Kunden der Stadtwerke entstehen".

Die CSU werde dem Oberbürgermeister weiterhin konstruktiv zur Seite stehen und eine vernünftige Lösung geschlossen mittragen, so CSU-Chef Helmut Jawurek.
18.12.07
Neumarkt: "Nicht gestorben"
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