Polizei kam zur CSU


Knapp 200 Unterschriften wurden nach Angaben der CSU am Altenhof gesammelt.


Das Kneipp-Becken in Altenhof
NEUMARKT. Eine Unterschriftensammlung der CSU für den Erhalt des Kneipp-Beckens in Altenhof hat am Samstag am Geschäftszentrum Altenhof die Polizei auf den Plan gerufen. Ein Anrufer hatte sich über einen "nicht genehmigten Infostand" beschwert.

Wie angekündigt (wir berichteten) sammelte die örtliche CSU am letzten Samstag Unterschriften für den Erhalt des Kneipp-Beckens. Ziel der angekündigten Unterschriftensammlung war es, die Bürger über das Streitthema "Kneipp-Becken" zu informieren und mit Hilfe der Unterschriftenlisten weitere Unterstützer zu gewinnen, sagte der Vorsitzende der CSU Altenhof-Kohlenbrunnermühle, Werner Sperber.

Die Aktion der CSU verlief zunächst sehr erfolgreich, hieß es. Man kam mit den Bürgern ins Gespräch und sammelte annähernd 200 Unterschriften für den Erhalt des Kneipp-Beckens. Auffällig sei gewesen, dass viele Altenhofener nur zum Geschäftszentrum kamen, um ihre Solidarität zu bekunden, erklärte Sperber.

Gegen 11 Uhr beendete das Eintreffen eines Polizeiautos jäh die Unterschriftensammlung. Laut der Streifenbesatzung sei kurze Zeit zuvor ein Anruf bei der Neumarkter Polizei eingegangen. Der Anrufer hatte sich über einen "nicht genehmigten Infostand" beschwert.

Vor Ort konnte die Polizei jedoch keinen Infostand finden, sagte Sperber. "Wir hatten schlicht und einfach keinen befestigten Infostand mit den üblichen Infotischen". Die CSU-Mitglieder hätten mit Klemmbrettern und Unterschriftenlistenden Kontakt zu den Bürgern gesucht. Lediglich ein Unterschriftensammler hatte ein mobiles Transparent in der Hand", versichert der Ortsvorsitzende.

Die Polizei bestätigte, daß sich ein Anrufer beschwerte hatte und man deshalb einen Streifenwagen losschickte: "Als die Streife eintraf, war die Versammlung in der Auflösung begriffen", sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage von neumarktonline.

Auch Werner Sperber bestätigte, daß man die Aktion vorzeitig beendete. "Jetzt hetzt man uns schon die Polizei auf den Hals - da muss man sich ja vor den anderen Leuten schämen", sei die Reaktion der zahlreichen Helfer gewesen.

In einer Pressemitteilung der CSU am Sonntag wird wild spekuliert: einer "bestimmten politischen Gruppierung" sei der CSU-Einsatz "ein Dorn im Auge gewesen". Man scheute sich in der CSU-Pressemitteilung auch nicht darauf hinzuweisen, daß kurz vor der Polizeiaktion Autos von bestimmten politischen Gegnern am Geschäftszentrum im Altenhof gesehen wurden.
05.08.07
Neumarkt: Polizei kam zur CSU
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