3,8 Millionen-Projekt


3,8 Millionen soll das Projekt im Kreuzviertel kosten
NEUMARKT. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft soll das Areal zwischen Türmergasse und Adolf-Kolping-Straße für 3,8 Millionen Euro (ohne Grundstückskosten) mit elf Wohnungen bebauen. Das beschloß der Stadtrat am Dienstag - ein Antrag, das Projekt auszuschreiben, wurde abgelehnt.

Nach dem Johannesviertel soll die städtische Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft mbH jetzt das Kreuzviertel angehen: Nach jahrelangen Versuchen ist es 2002 geglückt, durch ein Grundstückstauschgeschäft alle Flächen in die Hände der Stadt zubekommen. Jetzt soll durch das Millionenprojekt eine Verbindung zwischen Oberer Markt, Kirchengasse, Türmergasse und Adolf-Kolping-Straße geschaffen werden. Vier Wohngebäude sind geplant mit insgesamt elf Wohnungen und 875 Quadratmeter Wohnfläche.

Außerdem ist eine zweigeschossige Tiefgarage mit 52 Stellplätzen vorgesehen - und nicht nur hier schieden sich die Geister im Stadtrat.

FLitz-Stadtrat Hans-Walter Kopp sagte, die geplanten Kosten lägen "um 300 Prozent" über den normalen Herstellungskosten - ein Vorwurf, den der planende Architekt Theo Nutz entschieden zurückwies.

Kopp und später auch sein FLitz-Kollege Hans-Jürgen Madeisky kritisierten außerdem die Übergabe der Baubetreuung und Bauausführung an die städtische GmbH. Dadurch würden die heimischen Handwerker "ausgepreßt bis zum Letzten", sagte Kopp. In der Sitzungsvorlage wurde die Beauftragung der GmbH damit begründet, daß so einerseits "Nachverhandlungen mit den bauausführenden Firmen" möglich seien, andererseits rund 500.000 statt 450.000 Euro an staatlichen Fördermittel erwartet werden.

FLitz beantragte eine Ausschreibung des Projekts, scheiterte damit aber bei der Abstimmung gegen die Stimmen von CSU, SPD und UPW.

Georg Jüttner von der UPW gab zu bedenken, ob tatsächlich eine zweistöckige Tiefgarage nötig sein. Aus Kreisen der UPW wurde ein mögliches Parkhaus auf dem Gelände des alten Feuerwehrhauses im Stadtzentrum ins Spiel gebracht.

Gertrud Heßlinger (SPD) bat darum, beim geplanten Verkauf auch einige Wohnungen für soziale Zwecke zurückzuhalten. Oberbürgermeister Thomas Thumann und GmbH-Chef Josef Graf sagten, daß erfahrungsgemäß sowieso nicht alle Wohnungen "verwertet", also verkauft, werden können.

Helmut Jawurek begrüßte das Projekt für die CSU uneingeschränkt und gab einer öffentlichen Ausschreibung eine Abfuhr: "Wenn die Stadt nicht tätig wird, wird keiner tätig". Durch die Pläne würden moderne Wohnverhältnisse geschaffen und gleichzeitig der Charakter der Altstadt erhalten.

Heftige Attacken richtete schließlich FLitZ-Sradtrat Johann Gloßner an das Bauamt der Stadt:"Wenn Ihr nicht besser seid, dann hört auf!"
27.06.07
Neumarkt: 3,8 Millionen-Projekt
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