Nicht mehr anbinden


Anbindehaltung verboten: nur diese Einzelhaltung...
..oder Gruppenhaltung ist für Kälber erlaubt.
NEUMARKT. Seit Jahresbeginn ist die Anbindehaltung für Kälber bis zu einem Alter von sechs Monaten generell verboten.

Darauf wiesen Vertreter des Neumarkter Amtes für Landwirtschaft und Forsten in einer Veranstaltungsreihe hin. Die Einzelhaltung der Kälber ist in größeren Betrieben nur bis zur 8.Lebenswoche in Boxen mit 160 mal 100 Zentimeter zulässig. Über 8 Wochen werden 180 mal 120 Zentimeter gefordert. In der Gruppenhaltung werden bis 150 Kilo Lebendgewicht 1,5 Kubikmeter und über 150 Kilo LG 1,7 Kubikmeter pro Kalb verlangt.

Futtermittel müssen sauber transportiert und getrennt von Düngemittel, Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittel gelagert werden, hieß es bei der Veranstaltungen weiter. Jeglicher Zukauf dieser Betriebsmittel muss mit Lieferscheinen oder Rechnungen belegt werden.

Ab sofort können wieder Anträge für eine Investitionsförderung gestellt werden. Das Nettoinvestitionsvolumen muss mindestens 30.000 Euro betragen. Der Fördersatz beträgt 15 bzw. 20 Prozent und wird als Zuschuss ausbezahlt. Förderfähig sind Investitionen im Bereich Milchviehhaltung, Bullenmast, Schweinehaltung und Geflügelhaltung. Darüber hinaus können Bergehallen, Silos und Güllegruben gefördert werden. Ab 2009 wird die sechsmonatige Güllelagerkapazität generell vorgeschrieben. Maschinen (auch Futtermischwägen) werden nicht mehr gefördert.

Die Rinderhaltung im Landkreis Neumarkt ist durch eine relativ kleine Betriebsstruktur, zu hohe Kosten für die Milchquote und unbefriedigende Milchpreise gekennzeichnet, hieß es. Bereits beim Börsentermin am 1.April 2007 werden deutlich niedrigere Preise für die Milchquote in der Oberpfalz erwartet. Die Milchviehhalter brauchen für eine kostendeckende Produktion dringend einen höheren Milchpreis. Ein um 5 Cent höherer Milchpreis würde bei einem durchschnittlichen jährlichen Prokopfverbrauch von 280 Kilo einen Dreipersonenhaushalt mit zusätzlichen Lebensmittelkosten pro Woche von etwa 80 Cent belasten.

Die Milchviehhalter ihrerseits müßten noch konsequenter auf energiereiches Grundfutter Wert legen und eine angepasste Kraftfutterversorgung mit einem Anteil an pansengeschütztem Eiweiß achten. Die Leistungsoberprüfer und Fütterungstechniker des LKV und das Amt für Landwirtschaft und Forsten Neumarkt würden die Milchviehhalter im Rahmen der Verbundberatung unterstützen, hieß es.
13.02.07
Neumarkt: Nicht mehr anbinden
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