"Der Staat bezahlt"

Da gab es doch lange Diskussionen über die Steuer auf "Alko-Pops", um es den Jugendlichen zu erschweren, so den Einstieg in den Alkoholismus zu finden. Gut so.

Wo aber bleibt die Diskussion und wo bleiben die Maßnahmen, die Jugendlichen zu schützen, wenn es um ganz spezielle Angebote zum "Kampftrinken" geht, und das mit hochprozentigem Schnaps.

Da werben doch gewisse Etablissements, die besonders von Jugendlichen besucht werden, damit, dass der Schnaps umsonst sei, bis der Erste aufs Klo muss! Oder es gibt das Angebot, für eine Stunde sei jeder Schnaps für 50 Cent zu haben.

Ergebnis? - Nun, die Notaufnahmen der Krankenhäuser retten die Alkohol-Leichen, die sich in kürzester Zeit 3- 4 Promille angesoffen haben. Und die Anwohner in bestimmten Bereichen ertragen mehr oder weniger zähneknirschend die Gewaltausbrüche und den Lärm der randalierenden Jugendlichen, die sich im Suff selber nicht mehr kennen.

Ach ja, und die Öffentlichkeit erträgt - und bezahlt - die Schäden die an Einrichtungen und Gegenständen der öffentlichen Bereiche angerichtet werden. Ob das die Scheiben eines Bahnhofes oder Telefonzellen sind, die dabei zu Bruch gehen, "der Staat" muss das ja wohl wieder in Ordnung bringen. Ganz abgesehen von der Zumutung an den Normalbürger, sinnlos betrunkene Personen ertragen zu müssen.

Kriminalistisch gefragt: Wer hat den Profit davon? - Da sind die Betreiber der entsprechenden Clubs, Bars, Diskos und Kneipen, die phantasielos und stumpfsinnig mit Alkohol für ihr Lokal werben. Und da ist auch die Presse und andere Medien, die dergleichen Werbung verbreiten.

Man darf sich darüber wundern, und man darf erwarten, dass die Behörden alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um solche Werbung mit dem Suff zu verhindern. Und man darf an die Presse appellieren, oder sie sogar auffordern, solche Werbung nicht zu drucken, denn das damit verdiente Geld ist schmutziges Geld.

Die Grünen in Postbauer-Heng beziehen in aller Deutlichkeit Stellung dagegen, dass jungen Menschen mit hochprozentiger Alkohol der Einstieg in die Alkoholabhängigkeit massiv gefördert wird. Gefordert ist hier Gemeinde, Landratsamt aber auch die Eltern und jeder Einzelne Bürger dem entgegen zu wirken
12.02.07
Gabriele Bayer, Sprecherin Grüne, Ortsverband Postbauer-HengNeumarkt: "Der Staat bezahlt"
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