"Keine Inseln"

NEUMARKT. Unterm Strich könne man auf ein Jahr zurückblicken, mit dem die Bürger in der Stadt und im Landkreis Neumarkt zufrieden sein können, heißt es in den Weihnachtsgrüßen, mit denen sich Oberbürgermeister Thomas Thumann und Landrat Albert Löhner an die Leser von neumarktonline wenden.



Weihnachtsgrüße 2006

von Oberbürgermeister Thomas Thumann

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
liebe Neumarkterinnen und Neumarkter!

"Ist denn schon wieder Weihnachten?"


Vor genau einem Jahr: Hela Buchner vereidigt den neuen Ober-
bürgermeister Thomas Thumann (Bericht hier).
Foto:Archiv
So lautete vor einigen Jahren ein Werbespruch. Und tatsächlich könnte man sich dieser Frage durchaus anschließen. Wie im Fluge scheint wieder ein Jahr vorbei zu sein, eilen wir mit mehr oder weniger Hektik auf das Weihnachtsfest zu.

Dabei sollen wir uns alle doch eher auf die weihnachtlichen Festtage, auf einige geruhsame und besinnliche Stunden mit dem festlich geschmückten Christbaum, der Weihnachtskrippe, den Geschenken und der Begegnung mit den Familien freuen.

Viele Dichter haben den besonderen Zauber von Weihnachten beschrieben, und immer hatten ihre Gedichte und ihre Geschichten mit dem Glanz und der Freude des Weihnachtsfestes zu tun.

Vor allem die Freude stellt für mich den Kern des Weihnachtsfestes dar. Freude haben und Freude schenken - dies sind für mich die wichtigsten Zutaten des Weihnachtsfestes. Wobei Freude schenken sicherlich das Schönere dabei sein dürfte, und dabei meine ich nicht nur Geschenke im materiellen Sinn. Denn man kann den Mitmenschen etwas schenken, von dem wir das Jahr über gerne und oft vorgeben, dass wir es gar nicht oder kaum haben: nämlich Zeit.

Deshalb sollten wir uns in den nächsten Tagen in den Familien Zeit nehmen füreinander, gemeinsam ein wenig Ruhe und Besinnung finden.

Bürgermeister, Stadtrat und Stadtverwaltung werden die Festtage ebenfalls dazu nutzen, ein wenig inne zu halten und Kraft zu schöpfen für die kommenden Aufgaben im Jahr 2007. Denn auch da erwarten uns wieder viele und vielfältige Herausforderungen. Wenn man bedenkt, dass wir in einer Situation stehen, wie selten in der Stadtgeschichte mit so vielen und verschiedenen Großprojekten, die gleichzeitig in der Planung bzw. im Bau sind, so wird die Dimension der vor uns liegenden Arbeit deutlich.

Aber nicht nur mit diesen Maßnahmen, sondern mit vielen anderen werden wir auch im kommenden Jahr wieder dem herausragenden Markenzeichen der Neumarkter Stadtpolitik gerecht: eine hohe, weit überdurchschnittliche Investitionsquote. Damit zeigen wir, dass wir nicht nur das Bestehende verwalten, sondern unsere Stadt durch überlegte Investitionen voranbringen und attraktiver gestalten wollen.

Da ist es gut, dass - wie schon in den vergangenen Jahrzehnten - unsere Haushaltspolitik auch 2007 gut finanziert und solide aufgestellt ist. Trotz der komfortablen Situation werden wir weiterhin eine Haushaltspolitik mit Augenmaß betreiben und die Aufgaben genau nach Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit überdenken, so wie sie es, liebe Bürgerinnen und Bürger, seit Jahren und Jahrzehnten von der Stadt gewohnt sind.

Dabei wollen wir uns als Stadt Neumarkt nicht als alleinige Insel der Glückseligen betrachten. Wir wollen über unseren Tellerrand hinausschauen und eine nach vorne gerichtete Stadtpolitik in dem Sinne betreiben, dass wir zusammen mit unseren Nachbargemeinden in der Region in einem guten Dialog und Austausch stehen.

In unseren Überlegungen wollen wir auch die Schwächeren in unserer Gesellschaft nicht vergessen und uns mit ihren Problemen beschäftigen. Dabei können wir sicherlich nicht die sozialen Probleme in der Bundesrepublik lösen und auch nicht die Härten aus Bundesgesetzen mildern. Aber wir können in unserem bescheidenen Umfange doch versuchen, auf Familien mit Kindern, alte Menschen, Arbeitslose oder Kranke zuzugehen und ihnen vor allen Dingen eines entgegen zu bringen: Respekt und Achtung. Arbeitslosigkeit, soziale Lage oder Krankheit sollten in unserer Gesellschaft nicht dazu führen, dass wir die Betroffenen ausgrenzen oder gar verachten.

In diesem Sinne wollen wir, die Bürgermeister, der Stadtrat und die Stadtverwaltung auch in Zukunft unsere Arbeit mit offenen Augen und mit gutem Augenmaß angehen. Wir werden im nächsten Jahr wieder mit viel Hingabe und großem Einsatz dafür sorgen, dass unsere Stadt den schon lange eingeschlagenen Weg einer positiven und guten Entwicklung weiter geht.

Dabei werden wir stets beherzigen müssen, dass wir es sicher nicht jedem recht machen können und dass Wunschdenken nicht der Maßstab unserer Stadtpolitik sein kann und darf. Denn wir als Stadtrat und Verwaltung müssen immer das Ganze im Auge behalten. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir mit dieser Einstellung zur Zufriedenheit unserer Bürger gearbeitet und unsere Stadt gut gestaltet haben. Dies macht uns zuversichtlich auch für das kommende Jahr.

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich erholsame Feiertage, ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest sowie ein gesundes und in jeder Hinsicht glückliches Jahr 2007.

Ihr
Thomas Thumann
Oberbürgermeister


Weihnachts- und Neujahrsgruß des Landrats 2006

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mit dem Jahr 2006 geht nun ein Jahr zu Ende, das sehr stark von den Reformbemühungen der Großen Koalition geprägt war. Viele Vorhaben wie die geplante Gesundheitsreform betreffen auch Einrichtungen unseres Landkreises. Die allgemeine Tendenz geht dabei in Richtung Aufgaben- und Kostenverlagerung auf die Kommunen.


Landrat Löhner bei der Begrüßung von Glücksbringern.
Die Bedeutung und die Aufgaben auf kommunaler Ebene nehmen zu und damit verbunden auch die Schwierigkeiten und Herausforderungen. Darauf gilt es sich einzustellen und durch die Entwicklung eigener Konzepte auch vorzubereiten. Deshalb haben wir auf Ebene des Landkreises in den vergangenen Jahren viel Energie und Kraft eingesetzt, eine positive Regionalentwicklung voranzutreiben. Dazu bedarf es Optimismus und Tatkraft. Diese Tatkraft haben wir im zu Ende gehenden Jahr eindrucksvoll unter Beweis stellen können. Die nun bereits mehr als zehnjährige Investitionsoffensive des Landkreises zeigt Wirkung und trägt Früchte. Und zwar in Bereichen, die für eine gute Kreisentwicklung eine wesentliche Voraussetzung bilden.

Besonders hervorheben möchte ich die sehr zügig verlaufenden Sanierungsmaßnahmen am Klinikum. Wir sind sehr froh und stolz, dass gerade hier am Klinikum bereits seit Jahren und auch noch in den nächsten Jahren die höchsten Investitionen des Landkreises getätigt werden. Froh, weil dieses Klinikum die wichtigste und bedeutendste Einrichtung unseres Landkreises darstellt und jetzt dieser Bedeutung entsprechend auf einen angemessenen modernen äußeren Standard gebracht werden kann. Heuer konnten bereits die Maßnahmen des 5. und letzten Bauabschnittes begonnen werden.

So können wir nun die Sanierung unseres Klinikums "nahtlos" fortsetzen und in den nächsten Jahren auch endlich abschließen. Nach Abschluss dieser umfangreichen Baumaßnahmen werden wir über ein in allen Belangen wettbewerbsfähiges und damit zukunftsfähiges Haus verfügen. Einen großen Anteil daran hat auch die erfolgreiche Ausweitung und Ergänzung des medizinischen Versorgungsangebotes.

Wir investieren neben dem Gesundheitssektor als Zukunftsbranche des 21. Jahrhunderts vor allem in Bildung und Ausbildung. Ein Großteil der Investitionsausgaben fließt in Schulbaumaßnahmen. Neben der Fertigstellung des Baus einer neuen Turnhalle für die Edith-Stein-Realschule in Parsberg beschäftigten uns dieses Jahr v.a. die geplanten Bauten zur Verbesserung der Mittagsbetreuung in unseren Gymnasien. Nach langen Verhandlungen zur Finanzierung konnten wir nun im Frühjahr 2006 mit den Bauarbeiten beginnen. Bis Jahresende sollen die Baumaßnahmen im Wesentlichen abgeschlossen werden.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wir nehmen unser Ziel und unseren Auftrag eines wirtschaftlich, sparsam und effektiv arbeitenden Dienstleistungszentrums Landratsamt sehr ernst. Die konsumtiven Ausgaben steigen trotz wachsender Aufgaben nicht an. Diesen Weg - mehr Service bei gleichzeitig niedrigen Kosten - wollen wir auch 2007 konsequent weitergehen. Das hilft uns, unsere solide finanzielle Grundlage bei gleichzeitig sehr niedriger Kreisumlage zu erhalten.

Meine geehrten Damen und Herren,
wir betreiben mit unserem Regionalkonzept auch Zukunftspolitik wie kaum ein anderer Landkreis. Dabei gibt es nun auch viele unbestreitbare Fortschritte zu verzeichnen. Mit sehr geringem eigenen Mitteleinsatz haben wir bereits viele konkrete Projekte im Bereich Wirtschaftsförderung, Vermarktung, Tourismus, Energie und Umweltbildung erfolgreich auf den Weg gebracht.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
wir wollen und werden gemeinsam und ganz bewusst auf die Zukunft setzen. Wir wollen und werden uns optimistisch den kommenden Herausforderungen stellen. Wir wollen mit Mut und Tatkraft unseren Beitrag dazu leisten, dass es wieder aufwärts geht. Das haben im zu Ende gehenden Jahr viele Bürgerinnen und Bürger in unserem Landkreis getan.

Deshalb möchte ich am Jahresende allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern danken, die sich 2006 für den Dienst am Nächsten engagiert haben, insbesondere den Bediensteten der Krankenhäuser und der Alten- und Pflegeheime sowie den Angehörigen aller sozialen Organisationen. Danken möchte ich auch unseren Mandatsträgern, die durch ihre Arbeit mitgeholfen haben, die Lebensverhältnisse im Landkreis weiter zu verbessern. Dank sagen darf ich auch allen, die sich im vergangenen Jahr ehren- und hauptamtlich um das Gemeinwohl bemüht haben, den Bürgermeistern, den Beschäftigten in den Verwaltungen und sonstigen öffentlichen Einrichtungen und natürlich den Bediensteten des Landkreises. Ganz besonders danke ich auch allen Bürgerinnen und Bürgern für das entgegengebrachte Vertrauen und die erwiesene Unterstützung.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
für das kommende Weihnachtsfest wünsche ich Ihnen ruhige und besinnliche Tage. Genießen Sie die freien Tage gemeinsam mit Ihrer Familie und Ihren Freunden, entspannen Sie sich, und schöpfen Sie wieder Kraft, damit wir gemeinsam das nächste Jahr erfolgreich angehen können. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gesegnete Weihnachten und ein gutes, erfülltes und glückliches neues Jahr.

Ihr

Albert Löhner
Landrat
23.12.06
Neumarkt: "Keine Inseln"
Telefon Redaktion

Burgis

Link zu den Stadtwerken Neumarkt

Link zum Landkreis Neumarkt

Landkreis

neumarktonline - die Internet-Tageszeitung. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Neumarkt in der Oberpfalz im Internet
ISSN 1614-2853
18. Jahrgang
Zur Titelseite neumarktonline
ISSN 1614-2853
18. Jahrgang
neumarktonline - die Internet-Tageszeitung. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Neumarkt in der Oberpfalz im Internet
ISSN 1614-2853
18. Jahrgang