Geringere Chancen


Die Mitwirkenden des Arbeitsamtes am "Runden Tisch" Sybille Sinzger, Peter Smolarczyk, Roswitha Ramge, Rudolf Karl (v.l.)

NEUMARKT. Auch für Jugendliche mit Schulabschluß wird es auf dem Lehrstellenmarkt immer enger, heißt es vom Arbeitsamt.

Die Zahl von Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz steigt seit Jahren kontinuierlich an, hieß es am Mittwoch von der Agentur für Arbeit. Die Ursachen seien vielfältig: z.B. die angespannte Lage am Ausbildungsmarkt, die wachsenden Anforderungen in den Ausbildungsberufen, aber auch die fehlende Ausbildungsreife einer wachsenden Anzahl von Jugendlichen bei der Schulentlassung.

Bemerkenswert sei dabei, dass heute nicht nur leistungsschwächere Jugendliche ohne Hauptschulabschluss zu dieser Gruppe gehören, sondern immer mehr auch Schüler, die einen Schulabschluss nachweisen können.

Die Zielgruppe "Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz" (JoA) bedeute eine zunehmende Herausforderung für die Gesellschaft und damit auch für die regionalen Institutionen. "Diesen Herausforderungen müssen wir uns gemeinsam stellen, um die jungen Menschen möglichst wirkungsvoll und erfolgreich dabei zu unterstützen, den Start in das Berufsleben mit einer Ausbildung zu beginnen" so Gabriele Anderlik, Leiterin der Agentur für Arbeit Regensburg. Durch die Gründung des "Netzwerkes JoA" werde dieser Gedanke in die Tat umgesetzt.

Hier könnten im Rahmen eines "Runden Tisches" die Initiativen und Anstrengungen aller Akteure gebündelt und sinnvoll koordiniert werden, um möglichst vielen Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz ein auf ihre Leistung, Eignung und Neigung abgestimmtes Angebot machen zu können.

Bereits im Januar 2006 fand das erste Treffen des "Runden Tisches" statt, zu dem die Agentur für Arbeit Regensburg eingeladen hatte. Alle betroffenen Einrichtungen waren dieser Einladung gefolgt und haben sich mit großem Engagement dem Thema JoA gewidmet: Die Berufsschulen, die Schulverwaltungen, die regionalen ARGEN, die Vertreter von IHK und HWK sowie Vertreter von verschiedensten öffentlichen und sozialen Einrichtungen, die sich der Arbeit mit jungen Menschen verpflichtet haben.

Der offene Austausch zur Situation der Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz wurde nun in einer weiteren Runde fortgesetzt. Themen wie die Entwicklung des regionalen Ausbildungsmarktes, das Angebot an Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit, aktuelle Sichtweisen zur Ausbildungsreife, Erhebungen zum Qualifikationsstand der Schüler beim Einstieg in die Berufsschule, spezielle Angebote der Berufsschulen für die Jugendlichen ohne Ausbildung. Die Bandbreite dieser Themen habe erneut gezeigt, wie notwendig die enge Zusammenarbeit der regionalen Akteure sei, hieß es.

Ein konkretes und Erfolg versprechendes Ergebnis der Veranstaltung habe es auch schon gegeben: Es wurde ein gemeinsames Finanzierungsmodell der Agentur für Arbeit Regensburg zusammen mit der gemeinsam mit der Stadt Regensburg geführten ARGE vorgestellt, das die Einstellung von sozialpädagogischen Fachkräften an den Berufsschulen ermöglicht.

Initiiert hat das Netzwerk Roswitha Ramge, Leiterin der Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit Regensburg, die auch die Veranstaltungen am "Runden Tisch" moderiert. Das "Netzwerk JoA" werde auch weiterhin ein wichtiger Baustein sein, um sich der wachsenden Herausforderung bei der Betreuung der Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz zu stellen, hieß es von allen beteiligten Akteuren.
31.05.06
Neumarkt: Geringere Chancen
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