"Grüner Gockel" für Altenheim


Abteilungsleiter Helmut Stephan, Altenheim-
leiter Stephan Spies, der kirchliche Umweltbe-
rater und -auditor Hans Köhler und Caritasdirek-
tor Willibald Harrer (v.l.)
NEUMARKT. Das Caritas-Altenheim St. Johannes in Neumarkt hat für sein Umweltengagement den „Grünen Gockel“ bekommen.

Das ist eine Auszeichnung für geprüftes Umweltmanagement im kirchlichen Bereich. Das Neumarkter Altenheim ist damit das zweite innerhalb des Caritasverbandes für die Diözese Eichstätt, das seine Umweltleistungen von einem externen Gutachter hat erfolgreich überprüfen lassen. Im vergangenen Jahr hatte bereits das Altenheim St. Nikolaus in Spalt bescheinigt bekommen, das es nach dem EU-weit anerkannten Umweltmanagementsystem EMAS arbeitet.

Altenheimleiter Stephan Spies erhielt den „Grünen Gockel“ in einer Feierstunde von Hans Köhler, der das Haus als kirchlicher Umweltberater und –auditor unter die Lupe genommen hatte. An dem Festakt nahmen Caritasdirektor Willibald Harrer, der für die Caritas-Altenhilfe zuständige Abteilungsleiter Helmut Stephan, der Neumarkter Landrat Albert Löhner, Bürgermeister Arnold Graf und rund 80 Caritas-Mitarbeiter sowie Heimbewohner teil. Köhler sagte bei der Überreichung, der „Grüne Gockel“ solle als Sinnbild dafür stehen, dass „der heutige Tag kein Abschluss sein soll, sondern allenfalls eine Zwischenstation, denn Sie wollen ja weiterhin unterwegs sein für eine umweltverträgliche Zukunft“.

Helmut Stephan dankte Spies und dem vor mehreren Jahren im Haus gebildeten Umweltteam von vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass „sie sich für diese Aufgabe zur Verfügung gestellt haben und die Fahne Umweltschutz, auch gegen die Stürme der Zeit, aufgerichtet und hochgehalten haben“. Der „Grüne Gockel“ als Symbol für den kirchlichen Umweltschutz solle „uns alle mit seinem unüberhörbaren Ruf wachrütteln“. Caritasdirektor Harrer sagte, dass es angesichts vielfältiger Umweltbedrohungen in der heutigen Zeit für jeden Menschen Aufgabe sein müsse, sich für den Umweltschutz einzusetzen, für Christen aber ganz besonders: „Denn die Schöpfung ist uns von Gott gegeben, um sie in verantwortlicher Weise zu nutzen.“

Altenheimleiter Stephan Spies machte in seiner Ansprache auf ein Bündel von Maßnahmen aufmerksam, die sein Haus in den vergangenen Jahren unternommen hat: von der Bildung eines Umweltteams und der Festlegung von Umweltzielen über eine mehrwöchige Ausstellung im Foyer der Einrichtung bis hin zu einem vierteljährlichen Controlling, bei dem wesentliche umweltrelevante Verbrauchsdaten bekannt gemacht werden. Als konkrete Erfolge, die erreicht wurden, nannte Spies die Senkung des Gasverbrauches um fast zehn Prozent, des Stromverbrauches um elf Prozent und des Wasserverbrauches um 23 Prozent von 2002 bis 2005. „Finanziell betrachtet sind dies 18.587 Euro, die durch den verminderten Energie- und Wasserverbrauch eingespart wurden. Dies kommt den Heimbewohnern letztendlich bei den Heimkosten wieder zugute“, wies Spies neben der ökologischen auch auf die wirtschaftliche und soziale Bedeutung des Umweltmanagements in seiner Einrichtung hin. Besonders bedeutsam ist aus seiner Sicht aber die Umwelt-Bewusstseinsbildung bei Mitarbeitern und teilweise auch bei Heimbewohnern, die sich in dem Prozess gezeigt habe.
23.05.06
Neumarkt: "Grüner Gockel" für Altenheim
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