Weggefährte von Pablo Picasso


Eines der Werke des begnadeten Künstlers Hans Purrmann.
Foto: Katalog
NEUMARKT. Am Sonntag (20. November) eröffnet das Museum Lothar Fischer die Ausstellung "Hans Purrmann - 1880-1966 - Aquarelle und ausgewählte Leinwände".

Erstmals zeigt das Museum Lothar Fischer mit dem Maler Hans Purrmann einen Vertreter der klassischen Moderne. Der 1880 in Speyer geborene Künstler zählt zu den bedeutenden deutschen Malern des 20. Jahrhunderts. Nach seiner Studienzeit in Karlsruhe, München und Berlin begab er sich nach Paris. Er gehörte ab 1905 zu jenen Künstlern, die im Café du Dome verkehrten und die Jour fixes der amerikanischen Sammlerfamilie Stein besuchten.

Hier lernte er Pablo Picasso und Henri Matisse kennen. Vor allem von Matisse erhielt er, neben seiner intensiven Auseinandersetzung mit der Malerei Paul Cezannes, die entscheidenden künstlerischen Impulse.

In dieser Ausstellung werden 30 Aquarelle, fünf Leinwände und drei der seltenen Plastiken Hans Purrmanns gezeigt.

Die Ausstellung wird von Dr. Wolfgang Kunert, Regierungspräsident der Oberpfalz, eröffnet. Für die Einführung in die Ausstellung konnte Prof. Dr. Klaus Gallwitz, Gründungsdirektor des Museums Frieder Burda Baden-Baden, gewonnen werden.

Zu dieser Ausstellung erscheint ein 48seitiger Katalog, herausgegeben von Pia Dornacher mit einem Text von Klaus Gallwitz, Preis 8,50 Euro.

Begleitend zur Ausstellung wird ein vielfältiges Programm mit Führungen, Lesungen und Vorträgen angeboten. Zudem setzen sich viele Veranstaltungen der Museumspädagogik mit Hans Purrmann und speziellen Aspekten der Ausstellung, wie etwa dem Thema Stilleben, auseinander. Darüber hinaus werden spezielle Workshops für Jugendliche zum Thema Gusstechniken angeboten.

Parallel zur Ausstellung sind einige posthume Güsse von Lothar Fischer - Plastiken im Obergeschoss des Museums zu sehen.

Der erklärte Tonbildhauer Lothar Fischer war stets auch an Umsetzungen seiner Arbeiten in Bronze und Eisen interessiert. Dabei maß er den verschiedenen Materialien mit ihrem jeweiligen Gussverfahren eine eigene künstlerische Qualität zu. So hat er zu Lebzeiten immer wieder Tonoriginale für den Guss bestimmt oder aber eigens Gipsmodelle dafür angefertigt. Mit der Entscheidung für den Guss ging die Bestimmung der Auflage einher, üblicherweise sechs Exemplare in einem Material.

Erstmals seit Eröffnung dieses Museums werden hier sechs posthum gegossene Arbeiten des 2004 verstorbenen Bildhauers gezeigt.

Für Mitglieder des Vereins der Freunde des Museums Lothar Fischer e.V. ist es möglich, die ausgestellten Arbeiten käuflich zu erwerben (Preis auf Anfrage).

Zeitgleich mit der Ausstellungseröffnung wird am Sonntag im Rahmen einer festlichen Matinee im ETA - Hoffmann-Theater in Bamberg der mit € 10.000 dotierte Friedrich-Baur-Preis an das Museum Lothar Fischer verliehen.
Susanne Weigl
17.11.05
Neumarkt: Weggefährte von Pablo Picasso
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