Volksfest-Countdown läuft


Nicht nur der Festwirt grüßt seine Gäste per Spruchband, sondern auch persönlich zusammen mit allen, die sich um das am Freitag beginnende Vergnügen verdient gemacht haben.
Fotos: Erich Zwick
NEUMARKT. 50 Stunden vor Beginn des Juravolksfestes sah der Platz noch aus wie ein Schlachtfeld. Diesen Eindruck verstärkten noch zwei anscheinend versprengte Chevaulegers in historischen Uniformen, die dem Ganzen eine alptraumartige Note verliehen. Ein halbfertiges Riesenrad, ein Gebilde, das bis Freitag eine Wildwasserbahn werden muß und mittendrin ein aufgeregter Volksfestreferent.


Der Chevauleger Otto Paul von der Neu-
markter Residenz und Reitstadel-Nachbar.
Und trotzdem: Das Jubiläumsvolksfest kann planmäßig am Freitag mit dem Bieranstich durch Oberbürgermeister Alois Karl losgehen. Die verbleibenden Stunden reichen, um aus einem Durcheinander ein wohl geordnetes Vergnügen zu machen. „So schnell wie auf dem Festplatz gearbeitet wird, sollten sich die Politiker zum Vorbild nehmen“, stichelte einer der „Inspektoren“, die sich gestern auf Rundgang begaben.

Aber zufrieden waren sie schließlich alle, angefangen vom Oberbürgermeister, der die Regie gerne seinem Volksfestreferenten Herbert Fischer überließ, bis hin zum Schausteller-Chef Günter Wunderle, dessen Familie die Ausgestaltung des Festplatzes mit Fahrgeschäften seit 1947 fest im Griff hat.

Lammsbräu-Bierkönigin (wobei Herbert Fischer besonders „Lammsbräu“ betonte) Corinna Drechsler hielt sich noch eher zaghaft im Hintergrund, aber nach dem Festzug am Sonntag wird sie zusammen mit ihrem Parsberger Trachtenverein und der Schäfflertanzgruppe vor der Jurahalle mächtig los legen.

Davor ist es ein Muß, dem Festzug mit 110 Gruppen, darunter zwölf Blaskapellen und Spielmannszüge die Aufwartung zu machen. Der Zug setzt sich um 13 Uhr beim ehemaligen Bauhof in Bewegung und führt durch die Freystädter/Bahnhofstraße über die Marktstraßen und den Kurt-Romstöck-Ring zum Festplatz.

Neben den bewährten Gruppen, Schützen-, Trachten- und Heimatvereine beteiligen sich diesmal erstmals das Museum für Kommunikation in Nürnberg mit einer historischen Postkutsche und Fußvolk in zeitgenössischen Gewändern und die Eppeleinfestspiele aus Burgthann.

Bleibt nur noch die bange Frage: Spielt auch der Wettergott mit? Die Antwort kann nur lauten: Schlechter als in der vergangenen Woche wird’s wohl nicht werden. Da wird sich eher der sonnige Mittwochnachmittag über die Festtage hin halten.

Festwirt, Schausteller und alle dienstbaren Geister hätten’s sich redlich verdient.
Erich Zwick

(Die Grußworte von OB Alois Karl und Volksfestreferent Herbert Fischer sowie die Zugfolge finden Sie hier)
10.08.05
Neumarkt: Volksfest-Countdown läuft
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