NEUMARKT. „Es wird so viel gebaut wie nie zuvor“: die Bautätigkeit in der Stadt Neumarkt war Haupt-Thema beim UPW-Bürgergespräch.
Im Beisein mehrerer Stadträte stellte UPW-Vorsitzender Bernhard Lehmeier in Pölling der Bevölkerung die verschiedenen Wohnbauprojekte vor, die sich aktuell im Stadtgebiet in der Planungs- und Umsetzungsphase befinden.
Da oftmals „Unklarheiten über die Bauprojekte“ vorherrschen würden, zeigte Lehmeier zur besseren Transparenz zunächst die Unterscheidungen für die verschiedenen Herangehensweisen auf. So gelte es im Vorfeld immer zu differenzieren in Investitionen von privaten Bauherren, die Wohnraum vermieten, gewerblichen Bauträgern, die Mietwohnungen verkaufen, privaten Investoren, die seniorengerechte Wohnungen bauen oder ob es sich um städtischen Wohnbau wie zum Beispiel im Johannesviertel handelt. Oftmals seien hier unterschiedliche Rechtslagen zu beachten und man sei mit verschiedentlich gelagerten „rechtlichen Fesseln“ belegt, wie es Lehmeier ausdrückte.
Gemeinsam mit Stadtrat Franz Düring berichtete er über die neusten Beschlüsse im Stadtrat und stellte die Projekte vor. Erfreut zeigte man sich über den Beschluss, die 27 Wohnungen im Deininger Weg sowie die 14 Wohneinheiten in Pölling vorrangig an sozial schwache Familien zu vermieten und damit von Seiten der Stadt eine Entlastung im Bereich der großen Nachfrage im Bereich des bezahlbaren Wohnens schaffen zu können.
Große Zustimmung erfuhr man von den Pöllingern für den Verkauf des unter Denkmalschutz stehenden Schreiberhauses an einen Privatinvestor, der ebenfalls nach Renovierung und Sanierung eine Wohnraumnutzung anstrebe.
Der stellvertretende UPW-Vorsitzende Werner Gloßner berichtete zudem über den Sachstand beim „Projekt Areal Hackner“. Dies werde von privaten Investoren gebaut und „die Bauantragstellung stehe kurz bevor“.
Hier habe der Oberbürgermeister mit viel Nachdruck „hinter den Kulissen“ verhandelt und erreicht, dass dieses Gebiet der Innenstadt bald wieder mit Leben erfüllt werde. Unter anderem sollen dort neben einem Supermarkt und kleinen Läden ebenfalls Wohnungen entstehen.
Bernhard Lehmeier verwies auf das neue Baugebiet in Lähr, das seitens der Stadt mit einem Förderprogramm für junge Familien (pro Kind 10.000 Euro Zuschuß) ausgestattet ist.
Für die 50 bis 100 Studenten, die im Herbst den neuen Studiengang der Siegfried Ohm Hochschule belegen, wurden von der Stadt im Haus St. Marien Räume angemietet. Gemeinsam mit den etwa 150 Auszubildenden der Heilerziehungspflegeschule der Regens-Wagner-Stiftung in der Dr.Schrauth-Straße verschaffe man der Innenstadt viel Zulauf durch junge Leute und schaffe dadurch Belebung und neue Kaufkraft.
Auch das Altenheim Residenzplatz soll mittelfristig wieder für Mietwohnungen nutzbar gemacht werden. Die fünf Altbauten in der Kaminfegergasse sollen abgerissen werden und auch in dieses Programm am Residenzplatz mit einfließen, berichteten die UPW-Stadträte.