NEUMARKT. Die 21. Auflage von „Jugend forscht“ in der Oberpfalz findet wieder in Neumarkt statt - und bricht voraussichtlich alle Rekorde.
Mit 187 Teilnehmern und 102 Projekten ist der Regionalentscheid
nicht nur um 50 Prozent größer als im Vorjahr. Er übertrifft auch um Längen alle früheren
Jahrgänge.
Am 18. und 19. Februar dürfen sich die Juroren und interessierten
Besucher in der Kleinen Jurahalle in Neumarkt daher auf extra viele helle Köpfe und
pfiffige Ideen freuen.
„Dieser Regionalentscheid wird so spannend wie nie zuvor“, verspricht Christina Roidl,
Lehrerin am Ostendorfer Gymnasium. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Nicola
Huf hat sie die Wettbewerbsleitung inne und somit den besten Überblick über alle
Anmeldungen: „Auch heuer sind wieder alle Fachbereiche vertreten. Und wer sich für den
Landesentscheid qualifizieren will, muss sich diesmal besonders kräftig ins Zeug legen.
Denn die Konkurrenz ist groß“.
In der Kategorie „Schüler experimentieren“ trifft das besonders auf die Fachbereiche
Physik und Technik zu mit 15 beziehungsweise 13 angemeldeten Arbeiten. Technik-
Themen stehen auch bei „Jugend forscht“ für Nachwuchstüftler ab 15 Jahren hoch im
Kurs. Beliebter ist hier nur die Chemie mit 14 Anmeldungen.
„Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, womit sich die jungen Leute beschäftigen
und auf welch geniale Ideen sie dabei kommen“, sagt Brigitte Eichhammer, die
Patenbeauftragte von „Jugend forscht“ und Personalleiterin bei Pfleiderer. Der
Holzwerkstoffhersteller organisiert seit 1996 den Regionalwettbewerb für die Oberpfalz.
„Das fängt bei der Teilnehmerregistrierung an, geht über die Hotelbuchungen und das
Rahmenprogramm bis hin zur feierlichen Preisverleihung“, erklärt Eichhammer: „Dabei
stellt uns der Teilnehmeransturm in diesem Jahr vor neue Herausforderungen.
Pfleiderer räumt den eigenen jungen Mitarbeitern, die das möchten, die notwendigen Ressourcen und ausreichend Zeit ein, damit sie mit einem eigenen Projekt an „Jugend forscht“ teilnehmen können, sagte Andreas Götz, der als Leiter der technischen Ausbildung im Verbund der Neumarkter Firmen Pfleiderer und Europoles auch die Fördermaßnahme „Azubi forscht“ betreut. Im Jahr 2008 hat man mit Dominik Rupp und Bernhard Strobl zwei ehemalige „Verbund-Azubis“ sogar den Bundessieg in der Kategorie „Arbeitswelt“ nach Neumarkt geholt.
In diesem Jahr sind es drei Auszubildende von Pfleiderer, die sich dem Wettbewerb stellen. In zwei Teams haben sie über Monate hinweg an ihren Erfindungen gefeilt, welche sie am 18. Februar der Jury im Fachbereich „Arbeitswelt“ präsentieren wollen: Beispielsweise die Lüftungsanlage, die Manuel Polster (20) und Albert Ott (18) selbst geplant und gebaut haben, um die Raumluft in ihrer Ausbildungswerkstatt zu verbessern.
Oder „MeasureSaw“: Der 17jährige Johannes Meier hat diese Säge entwickelt, um Baumstamm-Stücke damit schneller kennzeichnen und ablängen zu können. „Ideen wie diese kommen unseren Azubis bei der Arbeit“, stellt Götz fest.
Am Donnerstag, 18. Februar, von 16 bis 17.30 Uhr, sowie am Freitag, 19. Februar, ab 9.30 Uhr steht die Kleine Jurahalle dann allen interessierten Bürgern offen. Bis 13.30 Uhr präsentieren dieTeilnehmer am Freitag ihre Projekte. Die Preisverleihung findet anschließend, ab 14.30 Uhr, in der Aula des Landratsamts in Neumarkt statt.