Die Standardpaare der Hauptgruppe A, die ebenfalls großartige sportliche Leistungen zeigten
NEUMARKT. Traditionell trifft sich jedes Jahr kurz vor Weihnachten die Crème de la Crème der Latein- und Standardtänzer in Neumarkt zum Kräftemessen.
In der Hauptgruppe I und II (19 bis 35 Jahre) wurden die Besten im sogenannten Bayernpokal-Finale ermittelt, an dem wiederum 130 Paare aus Deutschland, Österreich und Tschechien an den Start gingen.
Am zweiten Adventwochenende gehörte das Parkett im Sportzentrum des ASV den Tänzern, die im kontinuierlichen Wechsel zwischen Samba, Cha Cha, Rumba, Paso doble, Jive respektive Langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slow Foxtrott und Quickstep innerhalb der einzelnen Klassen D – C – B – A die Sieger kürten.
In diesem Finale kommen diejenigen Paare aufs Treppchen, die im Laufe des Jahres, einschließlich des entscheidenden Aufeinandertreffens in Neumarkt, für den Blau-Silber zum wiederholten Male den Zuschlag als Ausrichter erhielt, auf diversen Turnieren die meisten Punkte oder Platzierungen auf sich vereinigen können.
Neu seit Anfang des Jahres ist, dass die Wertungen nicht mehr wie früher nach den einzelnen Tänzen offen gezeigt werden. Das bedeutet, dass es sowohl für die Aktiven wie auch für die Zuschauer spannend bleibt und erst mit der Siegerehrung bekannt wird, wer schließlich die Nase vorn hat. Dank der inzwischen auch im Tanzsport etablierten digitalen Erfassungs- und Auswertetechnik werden die einzelnen Ergebnisse innerhalb von Sekunden errechnet, was doch einen enormen Zeitvorteil im Ablauf eines derartigen Mammutturniers, mit sich bringt.
Ganz besonders freute man sich über das Abschneiden der beiden Neumarkter Andreas Hirschmann und Partnerin Marina Hollweck in der Hauptgruppe II A Latein. Andreas Hirschmann ist Mitglied der TSA Blau-Silber im ASV Neumarkt und tanzte viele Jahre in der sehr erfolgreichen Lateinformation. Als Paar gingen sie jetzt für die TSG Fürth an den Start und landeten nach einem spannenden Finalkampf auf dem hervorragenden 2. Rang.
Geschlagen mussten sie sich letztlich nur Robert Autsch und Mareike Ponsel geben, die für die TSA Coburg-Ketschendorf antraten. „Es ist auf jeden Fall etwas ganz Besonderes, vor heimischem Publikum zu tanzen, ein Motivationsfaktor, der zusätzliche Kräfte frei setzt“, so Andreas Hirschmann. Beide sind übrigens bayerische Vizemeister in ihrer Klasse.