NEUMARKT. Als "Spatenstich für eine nachhaltige Zukunft in Neumarkt" wurde der Start der Um- und Neubauten bei der Neumarkter Lammsbräu bezeichnet.
Die Öko-Brauerei begann am Mittwoch mit der zweiten Phase der Bauarbeiten auf dem Bauereigelände in der Amberger Straße in Neumarkt. Ehrengäste der Veranstaltung waren Oberbürgermeister Thomas Thumann, und Landrat Willibald Gailler.
Im Zentrum der jetzt startenden Arbeiten bei Lammsbräu stehen der Bau eines Gebäudes für einen neu angeschafften Tunnelpasteur und eines Lagers für Voll- und Leergut. „Für uns bei Lammsbräu sind die Bauarbeiten ein klares Bekenntnis zum Standort Neumarkt, an dem wir seit unseren Anfängen vor über 380 Jahren ansässig sind. Hier sind wir als Familienunternehmen verwurzelt und hier wollen wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern auch weiter nachhaltig in die Zukunft gehen“, sagte Dr. Franz Ehrnsperger, der Inhaber der Brauerei.
Was das genau das im Einzelnen bedeutet, sagte Generalbevollmächtigte Susanne Horn: Kennzeichnend für Lammsbräu seien nicht nur die Bio-Getränke, sondern auch ein ganzheitlich nachhaltig ausgerichtetes Unternehmenskonzept. Das habe man jetzt auch bei den Baumaßnahmen umgesetzt.
Man habe sich dafür entschieden, keine neuen Flächen mit Neubauten und Asphalt zu versiegeln, sondern auf dem schon bestehenden Brauereigelände Raum effizienter zu nutzen – "auch wenn wir dafür in der ersten Bauphase einen Teil der alten Bebauung abreißen mussten", wie Horn sagte. Durch die Konzentration der Aktivitäten an einem Standort reduzieren man außerdem Fahrstrecken und Wege und entlaste so die Umwelt zusätzlich.
Die Planung der zu errichtenden Gebäude erfolgte dabei auch vor dem Hintergrund "des großen Erfolgs unserer Bio-Getränke", hieß es. So lag das Augenmerk des Unternehmens auch auf der Verbesserung und Anpassung von Produktionsabläufen, wobei man zugleich immer Themen wie Energieeffizienz und Umstellung auf nachhaltige Rohstoffe mitbedacht habe.
Und auch das Thema Wasser spielte bei der Planung der neuen Bebauung eine große Rolle, wie Franz Ehrnsperger sagte. „Wasser und der Schutz unserer heimischen Wasservorkommen sind seit langem ein großes Thema für Lammsbräu. Deshalb machen wir uns unter anderem auch für ein unterirdisches Wasserschutzgebiet stark, das die Grundwasservorräte in der Region Neumarkt nachhaltig vor schädlichen Umwelteinflüssen bewahren soll“. Da verstehe es sich bei der Brauerei von selbst, dass bei den Planungen der durchzuführenden Baumaßnahmen und der zu errichtenden Gebäude dieser Schutzgedanke immer leitend gewesen sei.
OB Thomas Thumann freute sich, dass die Neumarkter Lammsbräu ihre Zukunft hier an ihrem angestammten Brauereistandort sieht. Lammsbräu gehöre seit Jahrhunderten zu Neumarkt und sei mit seinem vorbildlichen Unternehmenskonzept ein wichtiger Baustein der gemeinsamen Nachhaltigkeitsstrategie in Neumarkt.
Landrat Willibald Gailler ergänzte: „Unser Landkreis ist nicht von ungefähr Öko-Modellregion geworden.
Die Fertigstellung der an Firmen aus der Region vergebenen Arbeiten auf dem Lammsbräu-Gelände wird für das Frühjahr 2016 erwartet. Die Rohbauarbeiten starten zeitnah nach dem Spatenstich. Ab Dezember 2015 wird dann der technische Innenausbau angegangen.