"Gründerzentrum" für Neumarkt ?

NEUMARKT. Die SPD-Stadtratsfraktion will, daß ein geplantes "Digitalisierungszentrum für die Oberpfalz" in Neumarkt angesiedelt wird.

Man wolle eine Bewerbung der Stadt für diese Zukunftsaufgabe auf den Weg bringenm, hieß es. Mit 500 Millionen Euro für Innovation und digitales Know-how plant die Staatsregierung, in den nächsten vier Jahren in ganz Bayern deutliche Akzente zu setzen.

Das "Werk1 Bayern" in München soll zu einem Gründerzentrum für Internet und digitale Medien von internationalem Rang ausgebaut werden. Darüber hinaus seien jetzt in jedem Regierungsbezirk Zentren für digitale Gründer von vergleichbarem Format geplant. Interessierte Standorte können sich bewerben und werden mit dem "Werk1 Bayern" eng kooperieren.


Bayerische Betriebe sollen die Chancen der Digitalisierung nutzen und von ihr profitieren können. Daher ist vorgesehen, dass vor allem kleine und mittlere Unternehmen Unterstützung erfahren sollen, um die Potentiale der Digitalisierung zu erkennen und darüber hinaus neue Geschäftsmodelle zu identifizieren oder zu entwickeln. Mit einem Digitalbonus sollen gemäß den Ankündigungen Unternehmen auf allen Bereichen der Digitalisierung gefördert werden.

Fraktionssprecherin Ursula Planckermann wird eine entsprechende Antrags-Vorlage für den Stadtrat erarbeiten, hieß es.

Wenig Hoffnungen machte Bürgermeister Helmut Himmler den Neumarkter SPD-Stadträten mit 2. Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger hinsichtlich einer anstehenden Entlastung Bayerns beim Länderfinanzausgleich. Der Finanzierungsausgleich sei bis 2019 neu zu regeln, weil dann der sogenannte Solidarpakt ausläuft. Im Jahr 2014 hat der Ausgleich einen neuen Höchststand erreicht, so dass mehr als neun Milliarden Euro von den Geber- an die Nehmerländer transferiert worden seien. Allein Bayern als größter Einzahler habe 2014 insgesamt 4,85 Milliarden Euro in den Finanzausgleich eingezahlt.

Diese Gelder – so Himmler – stünden Jahr für Jahr für in Bayern dringend erforderliche Zukunftsaufgaben nicht zur Verfügung, so dass die Forderung nach Reduzierung der Ausgleichsleistungen nur logisch erscheine. Diese Forderung könne sich aber durchaus ins Gegenteil verkehren, denn verschiedene Empfängerländer fordern sogar noch höhere Geldleistungen aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Hamburg, also von den derzeitigen Zahllländern.
28.05.15
Neumarkt: "Gründerzentrum" für Neumarkt ?
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