Tempo 30 im ganzen Ort

Ganz Sindlbach soll ein Tempo-30-Ort werden
NEUMARKT. Ganz Sindlbach soll ein "Tempo 30"-Ort werden, hieß es bei einer Verkehrsschau, die durch die Gemeinde Berg führte.
Viele neuralgische Punkte waren dabei Beratungsgegenstand, die von Bürgermeister Helmut Himmler, Sachgebietsleiter Thomas Stepper von der Gemeindeverwaltung sowie von Polizeihauptkommissar Richard Löhner von der Neumarkter Polizei und Sachgebietsleiter Christian Mader vom Landratsamt Neumarkt vor Ort entschieden wurden.
Der "Schilderwald" im Gemeindeteil Sindlbach soll beseitigt werden und stattdessen soll nach übereinstimmender Auffassung der Fachleute der gesamte Ort zur "Tempo 30-Zone" werden. Es gebe bereits eine Reihe solcher Regulierungen und auch die Sindlbacher Hauptstrasse - die Kreisstrasse NM 8 - wurde wegen des Schwerlastverkehrs auf 30 Stundenkilometer reduziert.
Der Landkreis als zuständige Verkehrsbehörde wird an der Kreisstrasse NM 8 beim Sportheim des FC Sindlbach kein einseitiges Parkverbot erlassen oder Parkraum schaffen. Christian Mader teilte dazu mit, dass Parken an Strassen im Außenbereich ohnehin nicht zulässig sei. Bei der Besichtigung und Bewertung der Parksituation kam man zum Ergebnis, dass am Sportheim, an der Irleshofener Strasse sowie an der Dorfhalle in unmittelbarer Nähe zum FCS-Sportgelände ausreichender Parkraum zur Verfügung stehe.
Der durch Navigationsgeräte über Haimburg nach Sindlbach geleitete Verkehr ist wegen der sehr beengten Strasse vom Gewerbegebiet nach Haimburg sehr problematisch. Daher soll durch eine entsprechende Hinweisbeschilderung mit Tonnage-Beschränkung eine Verbesserung der Situation erreicht werden.
Nach Aussagen von Christian Mader sind für die Torbögen der Staatsstrasse und Ortsdurchfahrt Gnadenberg keine Hinweisbeschilderungen hinsichtlich der Durchfahrtshöhe erforderlich. Lastautos mit Aufbau seien in der Regel nicht höher als vier Meter und bei anderen Ausmaßen sei eine Sondererlaubnis erforderlich, so dass vor der Fahrt eine Prüfung wegen etwaiger Hindernisse durchgefürht wird.
Die Gemeindeverbindungsstrasse Riebling - Kadenzhofen soll an der Autobahnunterführung übersichtlicher und damit sicherer gestaltet werden - durch Reduzierung der Böschung im Kurvenbereich und Schaffung von Aufstandsflächen bei Gegenverkehr an der Durchfahrt.
An der Einfahrt von der Hauptstrasse in die vielbefahrene Ortsdurchfahrt Berg wird die Anbringung eines Spiegels zur Beobachtung des fließenden Verkehrs nicht als sinnvoll erachtet. Die Verkehrsteilnehmer müßten dann nämlich sowohl den Verkehr in beide Fahrtrichtungen wie auch zusätzlich den Verkehrsspiegel beachten, der noch dazu nicht gegenüber der Ausfahrt im Bereich Frisörgeschäft/Apotheke plaziert werden kann. Trotz eingeschränkter Übersichtlichkeit gebe es an diese Stelle auch keine Unfallhäufung. Ein Halteverbot gegenüber der Sparkasse wurde nicht befürwortet, da der ruhende Verkehr lediglich "verschoben" würde.
In Oberwall kann wegen der beengten Lage am Ortsende der Buswendeplatz nicht aufgeweitet werden und das sei nach Einschätzung der Begutachter auch nicht erforderlich.
11.06.14
Neumarkt: Tempo 30 im ganzen Ort