"Neues Leben schenken"

Unser Archiv-Foto zeigt prominente Besucher am Krankenbett im KfH-Nierenzentrum Neumarkt (v.l.): Dr. Josef Wopperer, Ex-Landrat Albert Löhner, Dr. Rolf Pilgrim und die jetzige Gesundheitsministerin Melanie Huml
NEUMARKT. Dank einer gespendeten Niere kann ein Pater aus Freystadt wieder unabhängiger leben.
Am Samstag rufen unter dem Motto "Richtig. Wichtig. Lebenswichtig." Patientenverbände und zahlreiche Institutionen zum Tag der Organspende auf, sich mit dem Thema zu beschäftigen, um somit zu Lebzeiten eine bewusste Entscheidung treffen zu können.
Während im Jahr 2010 noch 1.296 Menschen zu einer Organspende bereit waren, sank diese Zahl bis zum Jahr 2013 auf 876 Spender, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation mitteilt. Vor allem bei der Spende von Nieren und Lebern zeichnet sich ein starker Rückgang ab. Gleichzeitig benötigten 2013 fast 11.000 Menschen ein Spenderorgan. Allein etwa 8.000 davon warten auf eine Niere – durchschnittlich zwischen sechs und acht Jahren. Diese Menschen können die Wartezeit dank der Dialysebehandlung überleben.
So wie im Fall von KfH-Patient Adam Jeremias Franczak. Im Alter von 51 Jahren stellten seine Nieren die Funktion ein, so dass der Pater sich dreimal in der Woche der mehrstündigen Dialysebehandlung unterziehen musste. Als Adam Jeremias Franczak nach zehn Monaten im April 2014 eine postmortal gespendete Niere erhielt, war seine Freude groß. Nach der erfolgreichen Transplantation muss er heute nur noch alle zwölf Wochen zur Nachsorge zu seinem behandelnden Arzt Dr. med. Josef Wopperer ins KfH-Nierenzentrum Neumarkt.
Für dieses unabhängigere Leben ist der Pater sehr dankbar: "Mein Glaube hat mir geholfen, schwierige Zeiten zu überstehen. Nun fühle ich mich, als hätte ich ein neues Leben geschenkt bekommen." Und Dr. Wopperer ergänzt: "Dass Pater Franczak die Chance auf ein neues Leben erhalten hat, ist der Organspendebereitschaft eines anderen Menschen zu verdanken."

Der Organspende-Ausweis
Um die eigene Entscheidung pro oder kontra einer Organspende nach dem Tod zu dokumentieren, empfiehlt der Mediziner das Ausfüllen des Organspendeausweises. Dieser ist im KfH-Nierenzentrum Neumarkt genauso wie in vielen anderen Gesundheitseinrichtungen und Apotheken erhältlich.
neumarktonline-Leser können ihn auch hier herunterladen.
Im KfH-Nierenzentrum Neumarkt werden zum einen in der nephrologischen Sprechstunde die Diagnostik und Therapie chronischer Nierenerkrankungen, das frühzeitige Erkennen von Risikofaktoren sowie die Versorgung der Patienten vor und nach einer Nierentransplantation sichergestellt. Zum anderen werden nierenkranke Patienten mit der Dialyse behandelt.
06.06.14
Neumarkt: "Neues Leben schenken"