Landkreismedaille für "Altlandrat"

Festliche Verabschiedung (v.l.): Staatssekretär Füracker, "Altlandrat" Albert Löhner und Landrat Willibald Gailler
NEUMARKT. Er hat sie in den letzten 18 Jahren viele Male überreicht - jetzt bekam "Altlandrat" Albert Löhner selber die Landkreismedaille.
Sein Nachfolger Willibald Gailler würdigte am Montag die Verdienste Löhners und verabschiedete die ausscheidenden Kreisräte.
Verabschiedung in den "Ruhestand" - solche Formulierungen sind bei Albert Löhner mit Vorsicht zu verwenden: kaum jemand glaubt daran, daß er künftig in seiner Eigenschaft als Kreisrat mit seiner Meinung im Kreistag - den er 18 Jahre als Landrat leitete - hinterm Berg hält. Dazu behält er natürlich sein Amt als Bezirksrat bei und wurde sogar in den Neumarkter Stadtrat gewählt.
Schließlich kam er dort auch noch - wenigstens für Außenstehende völlig überraschend - zu Bürgermeister-Ehren und ist damit zum ersten Stellvertreter von OB Thomas Thumann gewählt, mit dem er als Landrat so manchen Strauß ausgefochten hat.
Der Kreistag hat Löhner für seine Verdienst einstimmig die Landkreismedaille sowie den Ehrentitel Altlandrat zuerkannt, sagte Landrat Gailler, dem nun die ehrenvolle Aufgabe zufiel, die Verleihung vorzunehmen.
Wenn man Löhners Zeit als Bürgermeister von Berching und Kreisrat mitberücksichtigt, betreibt er "seit mehr als einem Vierteljahrhundert erstaunliche und bemerkenswerte Politik für unsere Region", erinnerte Gailler. Löhners umfassendes Konzept der Regionalentwicklung und Kommunalpolitik für den Landkreis bilde nun seit 18 Jahren auch die Grundeinheit und Grundlage einer in allen Bereichen hervorragenden Entwicklung.
Unermüdlich habe er sich als Landrat dafür eingesetzt, die Lebensverhältnisse der Menschen auf dem Lande zu verbessern. Gailler nannte die Verbesserung der Infrastruktur im Straßen- und Radwegebereich, der Bildungseinrichtungen und der medizinischen Versorgung der Kreisbevölkerung. "Unser Landkreis Neumarkt verfügt heute über ein leistungsfähiges Klinikum mit weit über dem Durchschnitt liegenden positiven Zahlen und einer medizinischen Leistung, die den Vergleich mit Universitätskliniken nicht scheuen muss".
Gailler nannte seinen Vorgänger einen "Ideengeber, Innovator und Motor vieler positiver Entwicklungen". Ganz besonders lag ihm eine positive Regionalentwicklung mit dem Aufbau einer umfassenden regionalen Kreislaufwirtschaft am Herzen. Bei all diesen Initiativen habe er niemals eine effiziente Verwaltung und Betriebsführung sowie eine äußerst solide Haushaltspolitik aus den Augen verloren, sagte Gailler. "Deshalb haben wir einen schuldenfreien Landkreis, keinerlei Investitionsstau, ein hervorragendes Image mit hoher Lebensqualität und somit beste Zukunftsperspektiven".
(
Wortlaut der Rede hier)
Bevor Landrat Gailler die ausscheidenden Kreisräte verabschiedete, würdige auch Staatssekretär Albert Füracker - wie Gailler auch bisher stellvertretender Landrat - die Verdienste von Albert Löhner.
Unter den 22 bisherigen Kreisräten, die den Kreistag verlassen, gibt es auch zwei "Urgesteine", die seit der "Geburtsstunde des Landkreises" im Jahre 1972 dabei sind: Hans Bradl und Rupert Faltermeier waren beide auch langjährige Fraktionsvorsitzende.

Auch zahlreiche langjährige Kreisräte wurden verabschiedet
Diese Kreisräte wurden verabschiedet:
- Jochen Zehender, CSU
- Dr. Stefanie Huber, UPW-FW
- Josef Schmid, UPW-FW
- André Radszun, CSU
- Helmut Gradl, Die Grünen
- Manfred Schreiner, FDP
- Herbert Fischer, CSU
- Hans Bierschneider, CSU
- Richard Blomenhofer, CSU
- Arnold Graf, CSU
- Franz Stephan, CSU
- Hubert Brüderlein, UPW-FW
- Erich Dorfner, UPW-FW
- Georg Jüttner, UPW-FW
- Jutta Spengler, SPD
- Franz Graf, CSU
- Marianne Pfeiffer, CSU
- Willibald Keßler, UPW-FW
- Josef Winkler, CSU
- Ludwig Fürst, CSU
- Hans Bradl, CSU
- Rupert Faltermeier, UPW-FW
12.05.14
Neumarkt: Landkreismedaille für "Altlandrat"