Stromtrassen-Gegner vereint

Sieben Bürgerinitiativen haben sich zum "Trassenknoten" zusammengeschlossen
NEUMARKT. Bürgerinitiativen aus Berg, Pavelsbach, Berngau, Freystadt, Mühlhausen und Berching haben sich zum "Trassenknoten" zusammengeschlossen.
Der Widerstand gegen eine geplante Stromtrasse quer durch den Landkreis soll unvermindert und sogar verstärkt weitergeführt werden, hieß es dabei.
Im März hätten bereits 20.000 Menschen aus der Region ihre Gegnerschaft
in Unterschriftenlisten dokumentiert.
Der Landkreis Neumarkt habe mit mehr als 60 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien gezeigt, dass eine echte, alternative Energiewende möglich ist, heißt es in einer Mitteilung der verbündeten Bürgerinitiativen. Der Landkreis habe es nicht verdient, dass künftig "dreckiger Kohle- und
schon bald auch Atomstrom aus den angrenzenden Ländern" durch seine Landschaft
durchgeleitet wird.
Mitte Januar wurde die Stromtrasse noch von Amprion als notwendige Leitung für Windstrom aus dem Norden angepriesen, erinnerten die Bürgerinitiativen.
Spätestens Anfang Februar seit dem Berchinger Rossmarkt sei dann den meisten Bürgern klar geworden, dass dies eine "gut vorbereitete Lüge von Wirtschaft und Politik" gewesen sei.
Die Politik hat dabei das Vertrauen der Leute in den Bürgerinitiativen verspielt. Trotz der von Politikern versprochenen "Atempause" würde die Wirtschaft "im Hintergrund unverdrossen weiter" planen.
Die Trassengegner im Landkreis schließen sich gegen die "Monstertrasse" zusammen und suchen den Schulterschluss mit anderen betroffenen Regionen, hieß es am Montag. Man mache es sich zur Aufgabe, die "Lügen und Widersprüche aufzudecken". Deswegen diskutiere man nicht über "Alternativkorridore", sondern über regenerative Energien bei sensibler Standortwahl, die solche "Monstertrassen überflüssig" machen würden.
Eine nächste
Info-Veranstaltung zum Thema "Trassenwahn" ist am 15. April um 19.30 in Freystadt in der Mehrzweckhalle geplant.

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31.03.14
Neumarkt: Stromtrassen-Gegner vereint