Zum Greifen nah

NEUMARKT. Der große Favorit aus Oberfranken entführte den Staufer Basketballern mit 89:80 (37:35) den Sieg und zieht erstmals in die Finalrunde "Top Four" des Bayernpokals ein - so wie es auch der große Traum der Neumarkter Korbjäger gewesen wäre.

Die Enttäuschung bei den Staufern über die verpasste historische Chance währte aber nur kurz. Sie wurden erstens für einen großen Pokalabend von den gut 200 Zuschauern mit heftigem Applaus gefeiert. Und zweitens darf das Team von Trainer Tom Gieirtz durchaus Stolz sein auf die Leistung, wie der Coach betonte - zumal Staufs Topscorer Peter Prowosnik kurzfristig ausgefallen war.

Die Staufer ärgerte den Tabellenführer aus der 1. Regionalliga - immerhin vierthöchste deutsche Spielklasse – über die ganze Spielzeit hinweg. Die Baunacher mussten ab dem Sprungball zum Auftakt der Partie alles zeigen, um gegen ein hochmotiviertes Staufer Team die Oberhand zu behalten. Die Gastgeber gingen tatsächlich nach wenigen Angriffen in Führung und sollten lange vorne liegen.

Die Baunacher Zonenverteidigung verlor schnell ihren Schrecken, weil die Staufer mit klugem Paßspiel und cleverer Wurfauswahl erfolgreich waren. Besonders Tim Gieritz erwischte mit 22 Punkten einen Super-Tag, dazu spielt Artur Gudebski (15 Zähler) unter den Körben im Moment wohl unter den Körben das beste Basketball sein Lebens.

Auch mit der Baunacher Pressverteidigung hatten die Staufer durch ihre überlegten Aktionen meistens kein Probleme. So blieben sie ein ebenbürtiger Gegner für den Regionalligisten, bei dem die Brüder Dirk und Jörg Dippold (beide 21 Punkte) aber immer mehr das Kommando übernahmen.

Zur Halbzeit lag Baunach mit 37: 35 hauchdünn vorne. Weiter als fünf Punkte konnte sich der große Favorit auch in der Folge nie absetzen. Doch in den entscheidenden Sekunden des letzten Viertels fehlte den Staufern das letzte Quäntchen Erfahrung, das die Baunacher eben bereits haben. Sie nutzen jede auch noch so kleine Schwächephase des Gegners gnadenlos mit Tempogegenstößen aus.

Knapp zweieinhalb Minuten vor dem Ende schien bei acht Punkten Rückstand für Stauf schon alles gelaufen, als Drei-Punkt-Würfe unter anderem von Moritz Graf die Staufer wieder in Schlagweite brachten. Bis 30 Sekunden vor Ende lagen sie nur einen Ballbesitz oder einen erfolgreichen Korbwurf hinten. Doch zwei leichtsinnige Ballverluste schenkten den Baunachern den Sieg.

Dennoch gehen die Staufer gestärkt aus dem Abenteuer Bayernpokal. Viel Zeit, sich mit dem Ausscheiden zu beschäftigen, gibt es ohnehin nicht. Denn bereits an diesem Freitag wartet die nächste Aufgabe in der 2. Regionalliga Nord. Der TSV Breitengüßbach kommt in die Halle der Mittelschule West und steht an diesem ungewohnten Spieltag und zur ungewohnten Spielzeit um 19.30 Uhr als Gegner bereit.

Wie ein erfolgreicher Pokaltag aussieht, zeigte am Samstag übrigens die Staufer Reserve. Die Herren II von Trainer Andreas Neu dominierten im Viertelfinale des Bayernpokals die DJK Pressath mit 89:61.
12.02.13
Neumarkt: Zum Greifen nah
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