"Hitlerjunge Salomon"
NEUMARKT. Seine Geschichte ist die Vorlage für den Film "Hitlerjunge Salomon": am Dienstag spricht Sally Perel im WGG in Neumarkt.
Der bekannte Autor des Buches "Ich war Hitlerjunge Salomon" kommt auf Einladung der Thomas-Dehler-Stiftung in die Oberpfalz und nimmt an Zeitzeugengesprächen mit Schülern in Neumarkt und Weiden teil. Seine Autobiografie diente als Vorlage für den aufsehenerregenden Film Film "Hitlerjunge Salomon".
Sally Perel
wurde 1925 in Peine bei Braunschweig geboren. 1935 wurde er in Anwendung der
"Nürnberger Rassengesetze" der Schule verwiesen, die Familie emigrierte nach Lodz in
Polen. Die Eltern schickten Sally und seinen Bruder auf die Flucht nach Russland, wo
Sally schließlich in ein russisches Waisenhaus kam.
Nach dem deutschen Angriff im Juni 1941 geriet er auf der Flucht nach Minsk in
Gefangenschaft und entkam nur durch die Aussage "Ich bin ein Volksdeutscher" dem
Erschießungskommando. Als "Jupp Perjell" überlebte er im Anschluss unerkannt drei
Jahre in einer Elite-Anstalt der Hitlerjugend in Braunschweig. Kurz vor Ende des Krieges
nahm er zusammen mit seinen Mitschülern an einem letzten Feldzug teil, ehe er von
Amerikanern gefangen genommen wurde. Kurze Zeit später wurde er freigelassen und
kehrte im Flüchtlingsstrom nach Braunschweig zurück.
Nach dem Krieg arbeitete Sally Perel zunächst als Dolmetscher bei den Russen. 1948
beschloss er nach Israel zu ziehen. Heute lebt er in Tel Aviv.
14.05.12
Neumarkt: "Hitlerjunge Salomon"