Reise in die Geschichte

Das eheamlige Schulhaus um 1910

Eine Schulklasse in Mitterrohrenstadt mit Schullehrer Rehn
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NEUMARKT. Viele aktuelle und ehemalige Bewohner der drei "Städte" Unter-, Mitter-und Oberrohrenstadt waren ins Vereinsheim der Wiesengrund-Schützen gekommen, um im vollen Saal des Hauses anhand einer umfangreichen Bild-Präsentation eine Reise in die Vergangenheit der Dörfer anzutreten.
Bürgermeister Helmut Himmler hatte ins Schützenhaus geladen, um neben eigenen die Bilder zu zeigen, die ihm von Ortsbürgern zur Verfügung gestellt wurden: Landschaftsaufnahmen, Dorfleben, Feste, Jubiläen aus dem 20. Jahrhundert.
Längst verstorbene Rohrenstädter und wichtige Ereignisse wurden wieder aktuell und gegenwärtig. Der Bürgermeister, der selbst in Unterrohrenstadt wohnt, will mit diesen Veranstaltung das Bewusstsein für Geschichte, Heimat Tradition und die Relativität des Gegenwärtigen stärken, hieß es.
Beim Betrachten der Bilder – so Himmler am Ende der Veranstaltung - werde nämlich klar, wie kurz eigentlich ein Menschenleben sei und mit welchen Nichtigkeiten viel zu viel Zeit vergeudet werde. Demgegenüber komme es vielmehr darauf an, die guten Phasen des Lebens zu erkennen und zu genießen im Wissen, dass diese erfahrungsgemäß nicht lange anhalten.
In jeder Gemeinde und in jedem Dorf könne und müsse wieder Mitmenschlichkeit, Nachbarschaft, Hilfsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein für den engeren Lebensbereich gestärkt werden – als Korrektiv zum vorherrschenden Materialismus und Konsumismus. Dieser führe allerorten in Sackgassen der inneren Leere und Unzufriedenheit.
Der Bürgermeister lobte bestehende Initiativen in Ölsbach, Stöckelsberg und Langenthal mit gleichen Zielsetzungen. Das Bewusstsein für die Heimat und die eigene Geschichte wachse beständig und Bürger aus vielen Orten der Gemeinde bringen stetig historische Bilder ins Rathaus, wo sie digitalisiert und für "alle" Zeiten gesichert werden.
13.02.12
Neumarkt: Reise in die Geschichte