CSA für Mindestlohn
NEUMARKT. Die Christlich-Soziale Arbeitnehmerschaft spricht sich für die Einführung einer gesetzlichen Lohnuntergrenze aus und bezieht damit Position gegen die Vorstellungen der CSU, die von einer gesetzlichen Regelung absehen will.
"Das Thema ist hochaktuell" so Heidi Rackl, Vorsitzende der CSA in Neumarkt und stellvertretende Bezirksvorsitzende. Die CSA fordere eine gesetzliche Regelung, die sicherstellt, dass die Menschen, die einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen, von ihrem eigenen Lohn leben können.
"Das gehört für mich zu den christlichen Grundsätzen unserer Partei", so die Vorsitzende. Wo Löhne gezahlt werden, die gegen die guten Sitten verstoßen, müsse der Staat eingreifen. dies gelte auch dort, wo einzelne Unternehmen versuchen, durch Dumpinglöhne jene Wettbewerber vom Markt zu drängen, die anständige Tariflöhne zahlen.
Ein gesetzlicher Mindestlohn sei deshalb nicht nur für Arbeitnehmer notwendig, sondern auch zum Schutz der Unternehmen. Deshalb sprächen sich auch viele kleine und mittelständische Unternehmen wie auch das Handwerk für die Schaffung eines gesetzlichen Mindestlohnes aus.
"Die Christlich-Sozialen-Arbeitnehmer in Bayern - die CSA - steht mit großer Mehrheit hinter dem Weg, eine gesetzliche Lohnuntergrenze zu schaffen und fordert die CSU auf, sich konstruktiv in diesen Diskussions- und Entscheidungsprozess einzubringen," so Heidi Rackl.
Die Thematik stand auch im Mittelpunkt einer gemeinsamen Veranstaltung der CSA mit dem VdK Kreisverband Neumarkt. Inge Bleicher, Geschäftsführerin, berichtete aus ihrem Arbeitsalltag, wo sie immer wieder auch damit konfrontiert wird, dass Menschen von ihrem Lohn oder auch ihrer Rente nicht menschenwürdig leben können.
13.11.11
Neumarkt: CSA für Mindestlohn