Wohneigentumsquote im Landkreis bei 65,4 Prozent


Die Wohneigentumsquote liegt im Landkreis Neumarkt mit 65,4 Prozent recht hoch
Foto: Jonas Gronau
NEUMARKT. Wohnen in den eigenen vier Wänden: im Landkreis Neumarkt gibt es rund 39.400 Wohnungen, für die keine Miete bezahlt werden muss.

Doch vor allem jüngere Menschen zwischen 24 und 49 Jahren können sich immer seltener ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung leisten, heißt es in einer wissenschaftlichen Untersuchung.

Das geht aus der regionalen Wohnungsmarkt-Analyse hervor, die das Pestel-Institut im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel gemacht hat. Die Wissenschaftler ermittelten dabei für den Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz eine Wohneigentumsquote von 65,4 Prozent. Zum Vergleich: Bundesweit liegt die Quote bei 43,5 Prozent.

„Die eigenen vier Wände rangieren bei den Menschen zwar immer noch ganz oben auf der Wunschliste. Aber viele könnten sie sich nicht leisten, sagte Matthias Günther vom Pestel-Institut. Im Landkreis seien dies rund 27.700 Menschen. Immer mehr von ihnen seien gezwungen, dauerhaft zur Miete zu wohnen. „Dabei gehörten gerade Jobstarter und Familiengründer zur typischen Klientel für Wohnungskauf und Hausbau. Aber die „Nestbauer-Generation“ sei längst zur „Verlierer-Generation“ beim Wohneigentum geworden, sagte Matthias Günther.


Nach Meinung des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel fehle es an staatlicher Unterstützung. „Der Bund hat zuletzt die Eigenheimzulage und dann das Baukindergeld abgeschafft – und damit die effektive Förderung von Wohneigentum faktisch eingestellt“, sagte Verbandspräsidentin Katharina Metzger.

Metzger fordert die Bundesregierung auf, schnell ein Programm für Wohneigentum – eine „Haus-Förderung“ – in die Wege zu leiten.

Wohneigentum sei auch fürs Alter wichtig: „Als bewohnbare Rente – als ein Stück Rente in Stein nämlich“, sagte Hannes Zapf als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau Das beste Beispiel dafür seien die geburtenstarken Jahrgänge. Die Baby-Boomer gingen jetzt nach und nach in Rente. Damit hätten sie deutlich weniger Geld im Portemonnaie. Die Miete bleibe aber oder steige sogar. Die Folge: Immer mehr Neu-Rentner könnten sich ihre bisherige Wohnung nicht mehr leisten – „sie wohnen sich arm“, sagte Matthias Günther.
20.02.26
Neumarkt: Wohneigentumsquote im Landkreis bei 65,4 Prozent
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