Fußgängertunnel wird gesperrt

Der Fußgängertunnel wird gesperrt. Darauf machte die
Bahn jetzt aufmerksam
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NEUMARKT. Als gäbe es in den nächsten Monaten nicht schon genug Grausamkeiten für Pendler: jetzt wird auch noch der Fußgängertunnel am Bahnhof gesperrt.
Zwei Wochen lang müssen in der zweiten Februarhälfte dann Autofahrer, die beim "Milljöh" parken, fast einen Kilometer Umweg zu Fuß gehen, um die Busse zu erreichen.
Über die anstehenden monatelangen Umbauarbeiten an der Bahnstrecke Nürnberg-Regensburg haben wir schon
oft berichtet.. Vor allem die Pendler trifft der Zug-Ausfall hart. Ob und wie der Bus-Ersatzverkehr klappt, ist Dauerthema unter den Leuten, die bisher mit dem Zug zur Arbeit fuhren.
Und jetzt, wenige Tage vor Beginn der Mammut-Bauarbeiten, weist die Bahn ganz nebenbei mit einem kleinen Plakat darauf hin, dass wegen der Erneuerung des Hausbahnhofs in Neumarkt vom 16.Februar bis 2.März der Zugang zur Fußgängerunterführung gesperrt werden muss, in der man vom Großparkplatz an der Hans-Dehn-Straße unter dem Bahngelände hindurch zum Busbahnhof kommen kann.
Fußgänger und Radfahrer müssen deshalb bei jedem Wetter einen Umweg über die Hans-Dehn-Straße, Freystädter Straße und Stephanstraße in Kauf nehmen - das ist fast ein Kilometer, wie ein frustrierter Pendler schimpft.
Wenigstens für die Nutzer der „Buslinie S3“ könnte es einen Lichtblick geben. Sie wird in der Zeit der Fußgängertunnel-Sperrung über die Haltestelle ab der Holzgartenstraße hinaus bis zum Tunnelzugang an der Hans-Dehn-Straße fahren, wo es einen zusätzlichen Halt geben soll.
Bei den geplanten Bauarbeiten zwischen Nürnberg und Regensburg handelt sich um eines der bislang größten Sanierungsvorhaben auf Bayerns Schienen, hieß es. Die rund 88 Kilometer lange Bahnstrecke gehört mit über 350 Zügen täglich zu den verkehrsreichsten Strecken in Bayern. Sie gilt als hochbelastet, die Infrastruktur ist teilweise veraltet und sehr störungsanfällig.
Während der Korridorsanierung erneuert die DB Infrago unter anderem Gleise, Weichen und Oberleitungen in großem Umfang. Ziel der fünfmonatigen Bauphase ist es, die Bahnstrecke langfristig widerstandsfähiger und stabiler zu machen. Störungen und Verspätungen sollen sich so deutlich reduzieren.
Für die Fahrgäste ist während der Vollsperrung ein „hochwertiger Ersatzverkehr“ mit Bussen eingerichtet, hieß es. Der Fern- und Güterverkehr wird umgeleitet.

Der Startschuss für die Bauarbeiten soll am Neumarkter Bahnhof fallen
Foto: Pablo Castagnola/Bahn
01.02.26
Neumarkt: Fußgängertunnel wird gesperrt