Lampenfieber steigt


Das Ensemble der Schloss-Spiele freut sich schon auf die kommende Theatersaison
Foto: Sabine Blomeier-Rosinski
NEUMARKT. Täglich wird geprobt, gepinselt, bestuhlt und geschminkt: bei den Neumarkter Schloss-Spielen laufen die letzten Vorbereitungen vor der Premiere auf Hochtouren. Nach langer Zeit ist man wieder im Innenhof des Neumarkter Amtsgerichts zu Gast.

Am Freitag ist die Generalprobe angesetzt - und das Lampenfieber bei alten Hasen und Schauspiel-Neulingen steigt.

Die letzten Kostümproben finden statt und Requisiten müssen nun zuverlässig zur Hand sein. Regisseurin Eleonore Schön zeigt sich aber entspannt, denn der Text sitzt bestens und die Abläufe stimmen. Am Samstag steht die Premiere des Stücks „Der Tod im Birnbaum“ auf dem Programm.

Unterbrochen wird das Stück nun nicht mehr von Regisseurin Eleonore Schön; lediglich nach der Probe gibt es eine gesammelte „Kritik“ und letzte entsprechende Verbesserungsvorschläge. Lichteffekte und Musik werden passend eingespielt und die Kulisse mit allen Aufbauten ist zu den Hauptproben voll bespielbar und perfekt angestrichen. Herbert Beck, Tobias Lange und Heinz Zimmermann haben das aufwändige Bühnenbild erstellt. Angemalt und verfeinert wurde es noch von Sophia Petritzky, die gemeinsam mit Lukas Lang, Daniel Mederer und Christian Weinitschke auch die Aufgabe der Technik übernimmt.

Die Musik stammt in diesem Jahr wieder aus der Feder von Wolfgang Völkl und wurde für das Stück speziell komponiert und arrangiert. Sogar pyrotechnische Effekte wird es für das Publikum geben, die von Peter Krommes inszeniert werden.


Damit alle Darsteller auf der Bühne auch so richtig gut aussehen, nicht glänzen und passend zur Rolle aussehen, haben schon im Frühjahr gleich vier Vereinsmitglieder ein ganzes Wochenende lang einen Workshop für Theater-Make-Up plus Perückentechnik besucht. Alex Beck, Cornelia Lang, Sophia Petritzky und Johanna Saake kleben nun Bärte, setzen Perücken auf und verhelfen beispielsweise Barbara Beck für ihre Rolle des „Tod“ zu seinem entsprechend „blassen“ und fast schon gruseligen Aussehen - was übrigens fast eine Stunde an Arbeit in Anspruch nimmt. Und auch die erst 13jährige Marlen Fink muss etwas länger in die Maske, um zu „Teufels Großmutter“ zu werden. Nicht nur das Gesicht des Teenagers sondern auch die Hände sind dann von Falten und Adern gezeichnet.

Nach einem französischen Märchen von Manfred Eichhorn inszenierte Eleonore Schön das diesjährige Sommertheater der Schloss-Spiele Neumarkt, das endlich wieder im frisch sanierten Innenhof des Neumarkter Amtsgerichtes gespielt werden kann. Julia März stand ihr dabei als Regieassistenz zur Seite.

„Der Tod im Birnbaum“ handelt von der Hoffnung, den Tod vielleicht betrügen zu können, um dann festzustellen, dass er nicht zu überwinden ist.

Gottfried Leitner wird von Herbert Beck gespielt. Anna, seine Frau, gibt Katja Rölz. Liesl, die Tochter, wird von Leonie Sigl gespielt. Die gute Fee stellt Magdalena Olbrich dar. Michl wird gespielt von Tobias Karches und Wastl von Lukas Völkl. Die kleine Fritzl wird von Valerie Lachner dargestellt. Die Rolle „Der Tod“ wird übernommen von Barbara Beck und Luzifer ist mit Alex Beck besetzt. Die Rolle von Teufels Großmutter spielt Marlen Fink, ein neues Gesicht bei den Schloss-Spielen. Petrus wird gespielt von Franz-Xaver Horváth und den Schlamperdone (heiliger Antonius) wird Sophia Dombert darstellen. Das Herrgöttle von Biberach spielt ebenfalls Magdalena Olbrich und Dr. Faust ist mit Dietmar Balzert besetzt. Lilly Dietzel, auch eine neue Jungdarstellerin, gibt die Justitia.

Die beiden neuen und noch ganz jungen Gesichter kommen direkt vom diesjährigen Oster-Workshop und konnten jeweils nun schon eine größere Rolle ergattern.

Nach der Premiere am Samstag sind Vorstellungen am Freitag, 30.Juni, Samstag, 1.Juli, Freitag, 7.Juli, Samstag, 8.Juli, Samstag, 15.Juli, Sonntag, 16.Juli, Donnerstag, 20.Juli, Freitag, 21.Juli, und Samstag, 22.Juli. Gespielt wird immer um 20.30 Uhr im Innenhof des Amtsgerichts.

Karten gibt es zum Beispiel bei der Touristen-Information der Stadt, im Internet oder an der Abendkasse. Die Karten kosten auf allen Plätzen 16 Euro.
22.06.23
Neumarkt: Lampenfieber steigt
Telefon Redaktion


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