100 streikende Zivilbeschäftigte zogen durch Parsberg
NEUMARKT. Rund 100 Zivilbeschäftigte des Truppenübungsplatzes Hohenfels zogen am Freitag nach einem Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi durch die Nachbargemeinde Parsberg.
„Nach Grafenwöhr und Vilseck zeigen wir heute, dass auch die Beschäftigten aus Hohenfels geschlossen hinter ihrer Forderung stehen“, sagte Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner. Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner hob die gute Arbeit hervor, „die ihr täglich leistet“. Sie sollte sich auch durch eine entsprechende Bezahlung ausdrücken.
Durch die Arbeitsniederlegung waren besonders der handwerkliche Bereich sowie die Logistik auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels betroffen.
Wenn man am Montag wieder mit den Arbeitgebern zusammensitze, haben sie hoffentlich mehr für uns dabei als 1,4 Prozent, hieß es.
In der zweiten Verhandlungsrunde in Berlin konnte zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Arbeitgebern keine Einigung für die rund 12.000 Zivilbeschäftigten auf den Truppenübungsplätzen getroffen werden. Das Angebot der Arbeitgeberseite in Höhe von 1,4 Prozent bei einem Mindestbetrag von 30 Euro wies die Verdi-Tarifkommission als unzureichend zurück.
Bundesweit gibt es etwa 12.000 Zivilbeschäftigte bei der US-Armee. In Bayern sind Beschäftigte an den Standorten in Grafenwöhr, Vilseck, Hohenfels, Ansbach, Illesheim, Garmisch-Partenkirchen und Sonthofen/Oberstdorf betroffen.