NEUMARKT. Den festlichen Höhepunkt im Jahreslauf beging das Dekanat Habsberg in Litzlohe: Geistliche und Mitglieder des Dekanatsrats waren zum Kapitelsjahrtag eingeladen.
Beim Kapitelsamt, das von den Kirchenchören aus Litzlohe und Pilsach, musikalisch umrahmt wurde, ging Dekan Elmar Spöttle auch auf die Veränderungen im Gemeinwesen und in den Pfarrgemeinden vor Ort ein.
Zuvor hatte sich eine Konferenz der Geistlichen und pastoralen Mitarbeiter mit der Frage beschäftigt, wie es gelingen kann, dass engagierte Christen über den christlichen Glauben ins Gespräch kommen.
Nach dem Kapitalsamt traten die Mitglieder des Dekanatsrats zu ihrer Vollversammlung zusammen. Die Vertreter der Pfarrgemeinderäte und katholischen Einrichtungen und Verbände beschäftigten sich mit der Frage, wie kirchliche Gremien sich zukünftig auch stärker als geistliche Weggemeinschaft verstehen könnten.
Dekanatsreferent Christian Schrödl referierte anschließend über den „synodalen weg“, den die katholische Kirche in Deutschland eingeschlagen habe. Die Teilnehmer äußerten sich dabei sehr kritisch über das Bild, das die deutschen Bischöfe im Vorfeld dieses Prozesses abgegeben hätten. Ein Teilnehmer sprach sogar von einer „regelrechten Schlammschlacht“. Derzeit sei völlig unklar, wie die geplanten Gesprächsforen aus Bischöfen und Experten mit den Erfahrungen und Anliegen der Basis in Verbindung gebracht werden könnten. Schrödl sgte, dass ein solcher Weg nur gelingen könne, „wenn nicht nur bezahlte Profis Beschlüsse fassen, sondern das Volk Gottes beteiligt wird“.