Kneipenbühne Oberweiling

"Rockig, lyrisch, witzig"


"huljet!"

NEUMARKT. huljet! – zu deutsch tanzt, lebt, freut euch: das ist das Motto der vierköpfigen Formation, die mit ihrem "World-Klezmer" das Kneipenbühnen-Publikum in Oberweiling begeisterte.

Die Nürnberger Kulturpreisträgerin Bettina Ostermeier (Gesang, Klarinette, Bassklarinette, Sopransaxophon und Akkordeon) und Robert Hoffmann, ein altgedienter, seit 1982 in Oberweiling immer wieder gern gesehener musikalischer Gast (Oud, akustische und elektrische Gitarre und Darabouka) – erzeugten ein phantastisches Klangspektrum, ebenso geschmackvoll wie abwechslungsreich und ohne jede Berührungsangst: orientalisch, südamerikanisch oder osteuropäisch muteten die Klänge, Rhythmen und Melodien an; rockig, lyrisch, witzig und in ihren Wendungen nicht selten überraschend.

Unterstützt wurden die Solisten von dem virtuosen Kontrabassisten Winni Wiesinger und einem Perkussionisten und Schlagzeuger, über den man in Oberweiling eigentlich nicht mehr viele Worte zu verlieren braucht, weil er dort in unzähligen Bands immer wieder seine unverwechselbar lockere, sympathisch-kreative Spielweise zum besten gab und hoffentlich noch lange geben wird: Sandor Toth.

Zwar ist das huljet!-Programm ähnlich geblieben – musikalisch hat das Quartett jedoch noch einmal einen gewaltigen Sprung gemacht; nach vorne versteht sich: die Band ist jazziger geworden seit dem letzten Kneipenbühnen-Auftritt vor vier Jahren: die gefühlvollen Lieder, mit denen Bettina Ostermeier die Seelen rührt, können deshalb viel mehr als früher zu prachtvoll übermütigen, wild und fröhlich ausgelassenen Kompositionen in Kontrast treten; das Resultat – eine wunderbar spannende Weite und Tiefe – kann sich hören lassen.

Und das darf nicht vergessen werden: spannende Soli, die den Gesamteindruck noch verschärften, gab es auch von Toth und Wiesinger.
26.09.11

"huljet!" in Oberweiling


"huljet!" vor einigen Jahren in Oberweiling
NEUMARKT. Eine Musikerin und drei Musiker begeben sich mit zwölf Instrumenten im Gepäck auf eine musikalische Weltreise: Von Franken über Niederbayern nach Ungarn, auf den Wegen der Klezmorim durch Osteuropa bis in arabische Länder. Und immer wieder träumen sie auch von Amerika.

Die Band heißt "huljet!" und die Fahrt beginnt am Samstag ab 2 Uhr in der Kneipenbühne.

Auf ihren Konzerten erzählt das Quartet Geschichten - lustige und nachdenkliche, leidenschaftliche, melancholische und temperamentvolle, mit Worten, Gesang und vor allem viel Musik. Die Mischung der verschiedenen Musikgenres macht "huljet!" einzigartig und hörenswert.

Die Band aus Nürnberg geht mittlerweile seit fünfzehn Jahren erfolgreich ihren eigenen Weg: Konzertreisen nach Russland und Israel, Festivals in Wien und Prag, der Kulturpreis der Stadt Fürth und drei international veröffentlichte CD-Produktionen sind exemplarische Stationen, die belegen aus welchem gemeinsamen Erfahrungsschatz Bettina Ostermeier, Winni Wiesinger, Robert Hofmann und Sandor Toth inzwischen schöpfen können. Ungebrochen ist bei "huljet!" die Lust, sich immer wieder auf die Suche nach neuen Klangmöglichkeiten zu begeben.

Das aktuelle Programm setzt in seiner speziellen Mischung einen Schwerpunkt auf Osteuropa. An den wunderschön melancholischen Melodien der Klarinette ist zu erkennen, dass sich "huljet!" intensiv mit Klezmer, der Musik der osteuropäischen Juden, auseinandergesetzt hat. Ungarn lässt mit Texten in der Muttersprache des Schlagzeugers von sich hören. Dazu kommen treibende Grooves, die in ihrer Lebendigkeit an Südamerika erinnern. Stilgrenzen verschwinden ohnehin, wenn die vier damit beginnen auf ihren Instrumenten eine erstaunliche Klangvielfalt zu erzeugen.

Die "Oud" – eine arabische Laute - verleiht Liedern mit deutschem Text orientalisches Flair, es geben sich klassisches Arrangement und jazzige Improvisation die Hand und inmitten akustischer Klänge von Akkordeon und Kontrabass rockt überraschend zügellos eine E-Gitarre. Bei aller Offenheit stehen die verschiedenen Einflüsse nie nebeneinander, sondern werden zum typischen "huljet!"-Sound verknüpft.

Manch altbekannte Melodie bekommt dadurch frischen Wind und findet ihren Platz zwischen den Eigenkompositionen der Band. Persönliche Erlebnisse bilden oft den Entstehungshintergrund der Stücke und liefern auch Stoff für eine unterhaltsame Moderation.

"huljet!" ist ein Ausruf in jiddischer Sprache und bedeutet so viel wie "Tanzt!", "Lebt!", "Freut euch!"
20.09.11

"Fröhlicher Anarchist"


Christoph Weiherer
NEUMARKT. Ein "fröhlicher Anarchist" läutete in der gut gefüllten Kneipenbühne Oberweiling mit umwerfendem Charme die neue Saison ein: Christoph Weiherer.

Diesen Namen sollte man sich merken, es könnte nämlich durchaus sein, dass er sich in Kürze in die Phalanx jener einreiht, die in Oberweiling einst in intimer Atmosphäre spielten und mittlerweile Stadthallen füllen. Weiherer macht mit seinen skurrilen Ideen Lust darauf, Supermarktketten durcheinanderzubringen oder in Plattenläden für Vollbeschäftigung zu sorgen und verbreitet damit im Publikum rundum gute Laune.

Vielleicht nimmt sich der eine oder andere seiner begeisterten Zuhörer ja tief im Herzen und in aller Heimlichkeit vor, an der Baumarktkasse auf die Frage nach seiner Postleitzahl in Zukunft ja wirklich "25541" (Brunz-Büttel – was für ein Name für eine Ortschaft!) anzugeben – damit wäre sicherlich viel geholfen!

Dabei ist Weiherer weit davon entfernt, für die abscheuliche Spaßgesellschaft den Comedian oder gar den Clown zu geben – vielmehr drückt sich in seinen Liedern, die er auf der Gitarre spielt und hin und wieder mit Mundharmonikaklängen garniert, Wut, Protest, aber auch tiefe Empfindsamkeit aus. Eine würdige Eröffnung der zweiten dreißig Jahre Kneipenbühne!
18.09.11

Weiherer in Oberweiling


Christoph Weiherer
NEUMARKT. Am Samstag eröffnet die Kneipenbühne in Oberweiling ihre neue Saison mit einem musikalischen Senkrechtstarter, dem niederbayerischen Liedermacher Christoph Weiherer.

Wie sein musikalisches Vorbild Hans Söllner (bei dessen Konzerten er früher zuweilen im Vorprogramm auftrat), besingt Weiherer sozial- und gesellschaftskritische Themen und trägt diese allein mit Gitarre und Mundharmonika vor.

Nominierungen für den Deutschen Folkpreis sammelt er wie andere Leute Briefmarken, er ist ein Dauer-Protestsongcontest-Vorfinalist und hat in Oberweiling sein neues Album "offline" im Gepäck.
11.09.11


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ISSN 1614-2853
18. Jahrgang