„Stille Helden“ geehrt
NEUMARKT. Andreas Schuster, Magdalena und Julia Ott und die Wolfsteinfreunde wurden in Neumarkt als „Stille Helden 2025“ ausgezeichnet.
Die Ehrungen wurden beim Neujahrsempfang der Stadt überreicht, bei dem Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn seine sieben „Top-Handlungsfelder“ für die Arbeit der Stadtverwaltung bis zum Jahr 2035 vorstellte (
Rede im Wortlaut hier).
Andreas "Kare" Schuster aus Pölling ist aus dem öffentlichen Leben der Stadt Neumarkt und insbesondere aus dem Ortsteil Pölling nicht wegzudenken, hieß es in der Laudatio. Seit vielen Jahren sei er eine feste Säule des gesellschaftlichen Miteinanders und ein leuchtendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement. Ob als langjähriges Vorstandsmitglied des SV Pölling, als Gründer und Leiter der Kinderfeuerwehr Pölling oder als Trainer von Kinderfußballmannschaften: Andreas Schuster sei immer zur Stelle, wo Hilfe gebraucht werde. Er bringe seine Expertise in verschiedenen Vereinsausschüssen ein, unterstütze tatkräftig bei Vereinsfesten und ist bei öffentlichen Veranstaltungen wie dem Pöllinger Weihnachtsmarkt oder dem Neumarkter Bürgerfest stets aktiv dabei. Sein Engagement gehe weit über organisatorische Tätigkeiten hinaus: Bei Bautätigkeiten wie dem Umbau des Sportheims oder der Installation einer neuen Bewässerungsanlage lege er selbst Hand an. Sein Engagement, seine Bescheidenheit und seine Freude am Miteinander machten ihn zu einem wahren Vorbild – und zu einem Menschen, der die Auszeichnung „Stille Helden“ in jeder Hinsicht verdiene.
Magdalena und Julia Ott:
Wenn man in St. Helena von Engagement spricht, fallen unweigerlich zwei Namen, hieß es: Magdalena und Julia Ott. Seit ihrer Kindheit prägen die beiden Schwestern das Leben in ihrer Heimatgemeinde – leise, verlässlich und mit einem beeindruckend breiten Einsatz, der seinesgleichen suche.
Ob in der Kirche, in Vereinen, bei der Feuerwehr oder in der Jugendarbeit – Magdalena und Julia Ott seien überall dort, wo Hilfe gebraucht werde, mit Herz und Tatkraft dabei. Viele Jahre standen sie als Ministrantinnen und Sternsingerinnen im Dienst der Kirchengemeinde, musizieren seit ihrer Jugend bei den „Dorfspatzen“ und engagieren sich bis heute in der Jugendblaskapelle „Berg & Thal“.
Auch im Vereinsleben übernähmen sie Verantwortung: Julia trainiert Kinder beim SV Höhenberg, beide wirken im Obst- und Gartenbauverein St. Helena, und in der Freiwilligen Feuerwehr haben sie die Kinder- und Jugendfeuerwehr mit aufgebaut. Heute leitet Julia diese
Einheit, während Magdalena als Maschinistin aktiv ist.
Dazu kommen unter anderem unzählige Stunden in der Jugendarbeit, beim Spielmobil des Kreisjugendrings oder bei der Kirwa, wo sie als „Kirwaleit“ das Miteinander im Dorf lebendig halten würden.
Seit Jahrzehnten setzten sich die
Wolfsteinfreunde mit großem Engagement und Herzblut für das Wahrzeichen der Stadt ein: die Burgruine Wolfstein. Der traditionsreiche Verein habe es sich zur Aufgabe gemacht, die eindrucksvolle historische Anlage zu bewahren, ihre Geschichte lebendig zu halten und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Unermüdlich würden die Mitglieder dazu beitragen, die bauliche Substanz der alten Burg zu sichern und damit ein bedeutendes Stück Neumarkter Geschichte für kommende Generationen zu erhalten. In zahllosen freiwilligen Arbeitsstunden wurden Mauern restauriert, Wege gepflegt, Infotafeln erneuert und das Gelände sorgsam instandgehalten – stets in enger Abstimmung mit Fachleuten aus der Denkmalpflege. Darüber hinaus engagieren sich die Wolfsteinfreunde für die Bewahrung historischer und kultureller Werte im gesamten Stadtgebiet.
Während der Sommermonate führen die Ehrenamtlichen regelmäßig Besucher durch die Burgruine.
24.01.26
Neumarkt: „Stille Helden“ geehrt