Stadtbaumeister Matthias Seemann, Bürgermeister Albert Löhner und Ralf-Peter Hoffmann (v.l.) präsentierten den Verwaltungsvorschlag
Foto: Franz Janka
NEUMARKT. Das ursprünglich geplante kostenlose Parken für jedermann rund um den Neuen Markt landet im Papierkorb. Nach erheblichen Protesten bekommen jetzt die Anlieger Parkausweise. „Dem jetzt vorliegenden Konzept kann eigentlich keiner widersprechen“, sagte Bürgermeister Albert Löhner dazu.
Löhner hat zusammen mit Stadtbaumeister Matthias Seemann und dem Leiter des Stadtplanungsamtes Ralf-Peter Hoffmann den Vorschlag der Verwaltung für die "Bewirtschaftung des Parkraums" im Umfeld des Neuen Marktes vorgestellt.
Dabei hob Löhner hervor, dass die nun ausgearbeitete Lösung aufgreife, was die Stadträte bei der Debatte zu diesem Punkt in der letzten Bausenatssitzung gefordert hatten (wir berichteten). „Die Räte wollen eine klare Privilegierung der Anwohner“, stellte Bürgermeister Löhner fest.
Stadtbaumeister Seemann wies darauf hin, dass der jetzt ausgearbeitet Verwaltungsvorschlag "das Äußerste" sei, was rechtlich möglich ist. Dazu stellte er die Kernpunkte dafür dar: Das gesamte Gebiet wird als Zone ausgewiesen, in der ein eingeschränktes Haltverbot gilt. Mit einer Parkscheibe dürfe man maximal eine Stunde in den von der Stadt in den nächsten Wochen noch einzuzeichnenden Stellplätzen parken. Diese Regelung gilt von Montag bis Samstag jeweils von 8 bis 18 Uhr.
Anwohner sind von der Einschränkung nicht betroffen. Sie können einen Parkausweis erhalten. Entsprechende Schilder weisen darauf hin, dass die Stellflächen für Anwohner mit Parkausweis frei sind.
Der Leiter des Stadtplanungsamtes Hoffmann wies darauf hin, dass diese Regelung als Lösung für die Startphase gedacht sei, deren Wirkung die Stadt beobachten und im Jahr 2016 auf den Prüfstand stellen will. Gegebenenfalls müsse die Stadt auch "nachjustieren", so Stadtbaumeister Seemann.
Der Geltungsbereich dieser Variante der Parkraumbewirtschaftung soll für die Straßen im Bereich zwischen Nürnberger Straße, Altdorfer Straße und Ludwig-Donau-Main-Kanal gelten: Für den Schwarzachweg, die Alois-Schindler-Straße, den Kanalweg, die Karl-Oppel-Straße, die Dr.-Grabmann-Straße, die Prälat-Buchner-Straße, die Bernfurter Straße, die Mittenhuberstraße, die westliche Bernfurter Straße, die östliche Bernfurter Straße und die Eggenstraße.
Insgesamt hat die Stadt dort bei Untersuchungen durch das ein Büro aus Darmstadt 197 Möglichkeiten für Parkstände ausgemacht. Diese sollen zudem markiert werden. Die Stadträte im Bau-, Planungs- und Umweltsenat sollen nun am Montag in ihrer Sitzung über den Verwaltungsvorschlag beraten und einen Beschluss fassen.