NEUMARKT. Die Kunstmatinee des Museums Lothar Fischer unternimmt am Donnerstag, 4. September, um
10.30 Uhr einen kunsthistorischen Ausflug in das Museum Tucherschloss, wo die
Welt der Nürnberger Handelsfamilien des 16. Jahrhunderts lebendig werden soll.
Die
Sammlung aus dem Besitz der Patrizierfamilie Tucher zeigt wertvolle Möbel, Tapisserien,
Gemälde und Kunsthandwerk. Beeindruckend sind das Tuchersche Tafelservice
aus der Werkstatt des berühmten Nürnberger Goldschmieds Wenzel Jamnitzer und das
Portrait des „Jerusalemfahrers“ Hans VI. Tucher von Dürers Lehrmeister Michael Wolgemut.
Ursprünglich diente das imposante Tucherschloss mit seinem malerischen Renaissancegarten
dem Patrizier Lorenz Tucher und seiner Frau Katharina als Gartenanwesen für
sommerliche Gesellschaften und Freizeitvergnügungen.
Für Erholung und Geselligkeit des
Nürnberger Stadtadels war einst auch der gegenüberliegende Hirsvogelsaal gedacht, mit
dem berühmten Deckengemälde des Dürer-Schülers Georg Pencz und den prachtvollen
Wandverkleidungen von Peter Flötner. Die Führung gesalten die Museumsleiterin Ulrike
Berninger und Dr. Gabriele Moritz, Abteilungsleiterin der Kulturhistorischen Museen
der Stadt Nürnberg.
Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Museum Tucherschloss.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Information und Anmeldung im Museum Lothar Fischer unter Telefon 09181/510348.