Auf Luthers Spuren

Christen aus Neumarkt auf der Wartburg bei Eisenach auf Luthers Spuren
NEUMARKT. Katholische und evangelische Christen aus Neumarkt machten sich gemeinsam auf die Spuren des Kirchenreformers Martin Luther.
Luther beabsichtigte zwar nie eine Spaltung der Kirche, trotzdem führten seine Aktivitäten zu diesem Ergebnis, die Spaltung in Evangelisch-Lutherische und Katholische Kirche. Christen beider Konfessionen aus Neumarkt drehten jetzt den Spieß um und machten aus dieser Geschichte etwas Verbindendes.
Die Katholische Erwachsenenbildung und das Evangelische Bildungswerk Neumarkt veranstalteten eine gemeinsame Fahrt zu den Wirkstätten des Reformators; insgesamt 30 Teilnehmer erlebten gemeinsam vier interessante Tage.
Zunächst ging es nach Erfurt, die Hauptstadt Thüringens. Hier wurde Martin Luther in das Kloster der Augustiner-Eremiten aufgenommen, studierte Theologie und wurde zum Priester geweiht.
Die anschließende Versetzung von Erfurt nach Wittenberg, missfiel Luther anscheinend sehr: "Witteberg liegt kurz vor den Barbaren" war seine abfällige Bemerkung nach einem ersten Besuch. Doch Wittenberg sollte zu einer wichtigen Wirkstätte Luthers werden: Hier wird er zum Doktor und später zum Professor der Theologie ernannt.
Sein Thesenanschlag an die Schlosskirche Wittenberg läutete eine neue Zeit ein. Die Neumarkter Besucher waren etwas enttäuscht, dass die Schlosskirche wegen Renovierungsarbeiten nicht zu besichtigen war; der Besuch des Lutherhauses und der Wohnhäuser Lucas Cranachs vermittelten jedoch Einblicke in Denken und Leben der damaligen Zeit.
Natürlich stand auch die zweite wichtige Wirkungsstätte Luthers, die Wartburg bei Eisenach, auf dem Besucherprogramm. Hier wurde von Luther durch die Übersetzung der Heiligen Schrift, quasi nebenbei, ein Riesenschritt zur Vereinheitlichung der Deutschen Sprache getan.
Das Geburts- und Sterbehaus Luthers in Eisleben rundeten die Eindrücke über das Leben des berühmten Reformators aus Eisleben ab.
20.06.14
Neumarkt: Auf Luthers Spuren