"Keinesfalls schädlich"

NEUMARKT. Wo gibt es im Landkreis Neumarkt hartes, wo weiches Wasser? Eine Übersicht des Gesundheitsamtes gibt Aufschluß darüber.

Dabei heißt hartes nicht schlechtes Wasser: Aus gesundheitlichen Gründen halten das Gesundheitsamt und auch das Umweltbundesamt die Nutzung von Geräten im Haushalt zur Enthärtung (wie auch zur Entfernung von Schadstoffen und Krankheitserregern) weder für notwendig noch für sinnvoll, hieß es am Donnerstag aus dem Neumarkter Gesundheitsamt. Hartes Wasser sei nicht ungesund und alle zusätzlichen Einbauten in die häusliche Trinkwasser-Installation bedürften einer regelmäßigen, fachkundigen Wartung. Bleibt diese aus, leidet nicht nur das Gerät, sondern möglicherweise auch die Qualität des Lebensmittels Trinkwasser.

Bei weichem Wasser denken viele sofort an einen geringeren Verbrauch von Waschmittel und Seife, an weniger Entkalker für den Wasserkocher oder an glänzende Kacheln und blanke Badarmaturen ohne hässliche Kalkflecken. Hartes Wasser hingegen bedroht die Heizstäbe der Waschmaschine und bekümmert den einen oder anderen Tee- und Kaffeegenießer. Der Begriff Wasserhärte beschreibt im Wesentlichen den Gehalt des Wassers an Kalzium (Ca) und Magnesium (Mg). Der überwiegende Teil der Wasserhärte entsteht im Boden, wenn Regenwasser versickert. Dabei lösen sich je nach Art des Gesteins im Untergrund Mineralien – auch Kalzium und Magnesium – im Wasser: aus Regenwasser wird Grundwasser mit unverwechselbarer, regionaltypischer Zusammensetzung.

Kalzium und Magnesium sind wichtige Bestandteile des menschlichen Körpers und der Ernährung, heißt es in der Mitteilung aus dem Gesundheitsamt. Hartes Wasser sei also keinesfalls gesundheitsschädlich. Wenn man allerdings über Trinkwasser den täglichen Bedarf an Kalzium und Magnesium decken wollte, müsste man täglich einen Eimer Wasser trinken. 100 Gramm Emmentaler haben übrigens etwa den gleichen Effekt.

Wer darüber hinaus in größeren Mengen weiches Wasser benötigt – seien es nun Aquarianer oder Orchideenzüchter – muss auf Verfahren wie beispielsweise Umkehrosmose oder Ionentauscher zurückgreifen. Solche Geräte sind aber etwas für Spezialisten, meint man im Gesundheitsamt. Wichtig sei, dass geprüfte und zertifizierte Verfahren und Geräte verwendet werden. ./…

Wer wissen möchten, was alles im örtlichen Trinkwasser gelöst ist, bekommt die Antwort vom Wasserversorger. Der nennt auch einen der drei auf den Haushalt zutreffenden Härtebereiche weich, mittel oder hart. Man findet diese Einteilung auch bei den Dosierhinweisen zum Waschmittel und in der Betriebsanweisung für die Geschirrspülmaschine.
Diese unterschiedlichen Wasserhärten im Landkreis Neumarkt gibt es:

WASSERVERSORGUNGSGEBIET           Wasserhärte
(° dH)
Härte-
bereich
Berching-Ittelhofener Gruppe 16,2 hart
Berg 17,4 hart
Berngau 14,4 hart
Burggriesbach 19,3 hart
Freystadt-Forchheimer Gruppe 13,4 mittel
Campingsplatz gabler 16,9 hart
Hausheim 14,0 mittel
Jachenhausener Gruppe 18,2 hart
Kadenzhofen 17,8 hart
Kloster St. Josef 20,9 hart
Möning-Sondersfelder Gruppe 7,7 weich
Mühlhausen 18,3 hart
Neumarkt Stadtwerke - Quellen Furchsberg 21,4 hart
Neumarkt Stadtwerke Brunnen Miss 9,78 mittel
Niederhofen 16,0 hart
Oberbuchfeld 15,9 hart
Oberölsbach 17,5 hart
Parsberg 21,9 hart
Pettenhofener Gruppe 18,6 hart
Pilsach 18,0 hart
Plankstetten 20,0 hart
Postbauer-Heng 3,9 weich
Prösndorfer Gruppe 18,1 hart
Pyrbaum 7,6 weich
Roßthal 17,6 hart
Zweckverband Sengenthal-Deining 9,1 mittel
Seubersdorf 14,6 hart
Thann 17,7 hart
Traunfeld 15,3 hart
Velburg 22,6 hart
Wappersdorf 12,4 mittel
20.02.14
Neumarkt: "Keinesfalls schädlich"
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